Biblis

Kirche Kinder und Jugendliche aus Biblis sammeln 6731 Euro für das Missionswerk / Gottesdienst zum Abschluss der Aktion

Sternsinger lösen Begeisterung aus

Biblis.„Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht“, waren sich die Jungen und Mädchen einig, die als Sternsinger durch Biblis gezogen waren. Ein letztes Mal streiften sie sich nun die Umhänge und Kronen über, griffen zu ihren Sternstäben und präsentierten sich bei ihrer Rückkehr, auch musikalisch, im Gottesdienst. Stolz verkündeten sie das Sammelergebnis von 6731 Euro.

Sechs Gruppen liefen durch Biblis von Haus zu Haus. Vorrang hatten jene Familien, die sich im Vorfeld für einen Besuch der Sternsinger angemeldet hatten. Bei diesen schauten die Kinder und Jugendlichen auf jeden Fall vorbei. Insgesamt waren es 25 Sternsinger in der Kerngemeinde unterwegs. Die meisten liefen an beiden Tagen mit, einige nur an einem Tag. Viele der Gruppen klappern jedes Jahr die gleichen Bezirke ab und können daher gut einschätzen, wo sie willkommen sind und wo die Türen verschlossen bleiben.

Simon ist das vierte Mal dabei. Für jede Teilnahme trägt er einen Jahresbutton an seinem Umhang. „Die Mehrzahl der Menschen sind total nett zu uns und freuen sich richtig, uns zu sehen. Bei anderen merkt man, dass jemand daheim ist, aber sie machen nicht auf“, berichtete Simon von zwei ganz unterschiedlichen Erfahrungen.

Jedoch überwogen auch in diesem Jahr die positiven Begegnungen mit den Menschen, die dazu motivieren, weiterzumachen, an der nächsten Tür zu klingeln und dort zu fragen, ob die Bewohner den Segen der Sternsinger wünschen. „Viele Leute fragten zudem, wo das gesammelte Geld hingeht, wem es zugute kommt“, berichtete Betreuer Peter Schäfer. Er gab hierzu gerne Auskunft. Seit fast 60 Jahren ist das Kindermissionswerk das Hilfswerk der Sternsinger, seit 1998 trägt es zudem die Sternsinger im Namen. An das Kindermissionswerk wird das gesammelte Geld überwiesen. Die Einrichtung unterstützt damit Projekte weltweit, um die Situation von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. In diesem Jahr hatte das Kindermissionswerk als Beispielland den Libanon gewählt. Hier werden Projekte finanzieren, welche das friedliche Miteinander im Land unterstützen.

Die Betreuer führten alle einen offiziellen Sternsingerausweis mit, der bestätigte, dass sie Spenden für diese Aktion sammeln. „Mir gefällt es immer, dass wir in einer Gruppe gemeinsam laufen und Spaß haben und dabei noch etwas Gutes tun“, berichtete Anna, die mit Bianca, Luana, Lena und Lukas eine Gruppe gebildet hatte. Sie besuchten auch die Kindertagesstätten Pusteblume und Sonnenschein in Biblis. „Beim Kindergarten Sonnenschein kamen alle Kinder zusammen. Es gab eine Krippe. Und gemeinsam mit den Erzieherinnen erzählten die Kinder die Weihnachtsgeschichte nach, bei der die Heiligen Drei Könige natürlich vorkommen“, ergänzten Bianca und Luana. Die Kindergartenkinder seien ganz begeistert gewesen, hätten die Kostüme angefasst und fanden die goldenen Kronen natürlich ganz Klasse.

Jesus bringt Lebensfreude

„Wo wir Sternsinger sind, da herrscht oftmals Begeisterung und Freude“, meinte Victoria, die zum vierten Mal dabei war. Und genau über diese Freude sprach auch Pfarrer Ludger M. Reicher bei der Rückkehr der Sternsinger im Gottesdienst: „Wo der König kommt, dort kommt der Reichtum“. Wo die Macht sitze, da boome die Wirtschaft, die Steuern, das Geld. Christus als göttlicher König bringe aber vor allem immaterielle Werte. Sein Reichtum sei die Freude, die er als Licht der Welt ausstrahle. „Wir kennen dies aus dem Alltag. Wenn wir uns sehr freuen, dann freuen wir uns in uns. Und auch um uns herum wird es durch diese Freude heller“, zog Reichert den Vergleich. Licht und Freude, Lebensfreude, sei durch Jesus Christus zu den Menschen gebracht und weitergetragen worden. Dies seien Geschenke, die die Gemeinschaft fördern. Und diese Geschenke bringen auch die Sternsinger alljährlich zu den Menschen in der Gemeinde.

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