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Jubiläum Vogelfreunde Nordheim feiern 25-jähriges Bestehen / Bürgermeister Felix Kusicka dankt Mitgliedern für großes Engagement

Tiere und Pflanzen immer im Blick

Nordheim.Mit vielen Gästen feierten die Vogelfreunde Nordheim im Zelt des Volkschors ihr 25-jähriges Bestehen. In seiner Ansprache erinnerte Vorsitzender Raimund Arnold an die Anfangszeiten und ließ die Entwicklung des Vereins Revue passieren. Zufrieden gestand er: "Das Ergebnis unserer Arbeit sieht man."

Denn zur Freude der Vögel hatten die Vereinsmitglieder 60 alte Sorten von Obstbäumen gepflanzt und Gräben angelegt. Um den Naturschutzgedanken weiterzutragen, beschäftigen sich die Mitglieder regelmäßig mit Kita- und Schulkindern. Sie zeigen ihnen, dass Obst nicht nur aus dem Supermarkt kommt, sondern in der freien Natur zu finden ist.

Zudem sind immer wieder interessante Ausstellungen im Rathaus zu sehen. Es werden auch Vogelstimmen-, Fledermaus- und Nachtigallenwanderungen angeboten, die bei der Bevölkerung sehr beliebt sind. Mit Kindern ab sieben Jahren unternehmen die Naturschützer Nachtwanderungen.

Neben einem Storchennest auf der Maulberaue haben die Vogelschützer einen Vogellehrpfad angelegt und Schautafeln aufgestellt. "Das war eine zeitaufwendige Arbeit", gestand Arnold. Zur Zufriedenheit der Mitglieder wurde ihnen 2008 ein eigenes Vereinsgelände zugewiesen. Mittlerweile eingezäunt und kultiviert, konnte dort 2010 eine Hütte gebaut werden. "Das ist unser Zuhause!", erklärte Arnold. Dort findet nicht nur einmal im Monat ein Gedankenaustausch beim Stammtisch statt, auch wird dort mit Kindern gebastelt.

Unter dem Motto "Natur und Kultur" gehen die Mitglieder gerne auf Reisen. So haben sie mittlerweile alle Bundesländer bereist sowie Frankreich und die Schweiz besucht. Doch sie stellen sich auch bei den jährlich stattfindenden Gemarkungsreinigungen in den Dienst der Sache.

Zudem beteiligen sie sich von Beginn an am Nordheimer Weihnachtsmarkt. "Wir wollen Präsenz zeigen", machte Raimund Arnold deutlich. Ein "Highlight" war ein Vortrag des bekannten Naturfilmers Andreas Kieling. Er hatte eine Wanderung entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze unternommen und beeindruckende Bilder mitgebracht. Die Bedeutung von "Wasser" war das Thema eines Schulprojektes. Das neuste Projekt heißt "Holzbackofen". Dazu hatten die Vogelschützer nicht nur eine Zeichnung aufgehängt. Die Gäste konnten sich auch anhand einer kleinen Bildergalerie über die unternommenen Schutzmaßnahmen der vergangenen Jahre informieren.

Marcus Neeb sorgte für musikalische Pausen zwischen den Programmpunkten. Bürgermeister Felix Kusicka fand viele lobende Worte für den Verein. Er erinnerte sich an seine Kindheit und bedauerte, dass heute Kinder viele Tierarten nicht mehr kennen. Denn, so hatte es Raimund Arnold ausgeführt, "die Vogelwelt ist in den vergangenen 20 Jahren um 60 Prozent zurückgegangen". Auch sei es mittlerweile schwer, Eidechsen oder Frösche in der Natur zu finden. Kusicka dankte "für die Riesenarbeit" in der Vergangenheit und hob das Engagement hervor, mit dem die Vereinsmitglieder ihr Wissen an die Kinder weitergeben. Dem schloss sich nicht nur Ortsvorsteherin Renate Weißbrodt an. Auch die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Nordheimer Vereine, Simone Gaul, und alle Vereinsvertreter Nordheims gratulierten und beteiligten sich mit einem finanziellen Obolus am Vereinsgeburtstag.

Geehrt wurden der Gründer und Vorsitzende Raimund Arnold sowie Hannelore Höfle, Oliver Pieé und Walter Schmidt von Ortsvorsteherin Weißbrodt und dem zweiten Vorsitzenden Holger Pawlitschek. Gedankt wurde mit Urkunden und Blumen. Es folgt noch ein Naturschutzkalender für das Jahr 2018.

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