Biblis

Schule in den Weschnitzauen Projekttag im Rahmen der „Musikalischen Grundschule“

Töne aus der bunten Röhre

Archivartikel

Biblis.Seit August gehört die Schule in den Weschnitzauen Biblis zu den „Musikalischen Grundschulen“ in Hessen. Hierbei geht es nicht um die Verstärkung des Fachs Musik, sondern um die Musikalisierung der ganzen Schule, sodass Musik ganzheitlich in den Schulalltag hinein wirk. Hierfür fand ein Musiktag an der Schule statt, bei dem Referent Andreas von Hoff mit den Teilnehmern an den „Boomwhackers“ klanglich arbeitete.

„Es ist das erste Projekt als ,Musikalische Grundschule’, welches wir für Kinder und Kollegium durchführen“, so Konrektorin Nora Snaschel. Hierbei ging es darum, den Umgang mit dem Instrument „Boomwhackers“ zu lernen und darauf im Unterricht aufzubauen. Boomwhackers sind Kunststoffröhren, die durch unterschiedliche Röhrenlängen verschiedene Tonhöhen erzeugen können. Wenn man eine Röhre auf etwas schlägt, erzeugt sie einen Ton. Je länger die Röhre, desto tiefer der Ton. Die Klangfarben variieren, je nachdem, mit welchem Gegenstand auf die Instrumente geschlagen wird. Die Röhren haben zudem unterschiedliche Farben und kennzeichnen damit den Ton, der dieser Farbe zugeordnet ist. So haben rote Röhren den Ton C und orangefarbene den Ton D, und so geht es farblich die Tonleiter entlang.

„Alle Klassen übten mit Andreas von Hoff an den Boomwhackers und führen dann noch etwas ihren Eltern bei der Abschlussvorführung vor“, erzählte Rektorin Nicole Skubella. Wobei der Kurs für die Erstklässer abgebrochen werden musste, da diese zu unruhig waren und durch fehlende Aufmerksamkeit das Projekt nicht weiterkam. „Wenn man merkt, die Kinder sind noch nicht soweit, dann ist es besser, abzubrechen, als den Kurs durchzuziehen“, meinte dazu der Referent. Mit allen anderen Kindern ging es nach der Regenbogen-Methode ans Einüben von kleinen musikalischen Stücken. Der Erfolg war sofort hörbar. Die Kinder nahmen eine Röhrenfarbe in die Hand, und wenn ihre Farbe dran war, schlugen sie die Röhren auf ihre Hände. So entstanden nach und nach passende Klangfolgen. „Die Kosten für dieses Event übernimmt der Förderverein der Schule für uns – hierfür vielen Dank“, betonte Skubella.

Die „Boomwhackers“ sollen auch in den Unterricht integriert werden. Damit werden Kinder unterstützt, zu singen, einen erfindungsreichen und spielerischen Umgang mit der eigenen Stimme zu erlernen, zu musizieren, Instrumente zu entdecken, aber auch Klänge, Geräusche und Stille bewusster wahrzunehmen. Die Kinder lernen, zuzuhören und spielerisch-experimentell mit Tönen und Alltagsgeräuschen umzugehen. Weiterhin können die Kinder durch die „Musikalische Grundschule“ den Rhythmus entdecken, der in der Sprache steckt, Zahlenspiele musikalisch umsetzen, Farben zu Tönen machen, gemeinsam an Klanginstallationen und eigenen Instrumenten bauen und vieles mehr. str

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