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Kerwe Statt Silke Folz führen Kyra Gall, Josephine Kissel und Emma Dornick als „Kerwemüdder in Ausbildung“ die Tradition fort

Trio tritt in große Fußstapfen

Archivartikel

Nordheim.Die Tradition der Kerwemudder in Nordheim ist gerettet: Nach einer langen Suche – weil Kerwemuddi Silke Folz aufhört –, stehen nun gleich drei Damen bereit, die als „Kerwemüdder in Ausbildung“ die Tradition hochhalten wollen. Sie feiern mit den Besuchern von Freitag, 28. September, bis Montag, 1. Oktober, das Traditionsfest in Nordheim.

„Wir wünschen uns wieder viele glückliche Kerwebesucher und ein gutes Gelingen“, sagt Silke Folz, die in der Arbeitsgemeinschaft Nordheimer Verein aktiv ist. Die „ARGE“ um Vorsitzende Simone Gall, Silke Folz, Astrid Pawlitschek, Nadine Fall, Armin Tremmel sowie Kay-Marion Schmitt organisiert die örtliche Kirchweih. „Das Team hat mit den anderen Vereinen zudem den Kerweplatz etwas umgestaltet“, verrät Folz. Sie ist erleichtert, dass sich gleich drei „Kerwemüdder in Ausbildung“ engagieren. Denn es sei lange gesucht und gebangt worden, ob jemand auf die Leiter steigt und sich für die Kerwe als traditionsreiches Symbol einsetzt. Nun wird die Verantwortung auf die Schultern von Kyra Gall, Josephine Kissel und Emma Dornick verteilt.

Mundartgottesdienst zu Beginn

Die „Kerwemüdder in Ausbildung“ werden am Samstag zum Ende des Gottesdienstes offiziell vorgestellt. Los geht die Kerwe bereits mit dem Kotelettessen bei der Feuerwehr am Freitagabend. Der Festplatz hinter dem alten Rathaus öffnet sich für das Kirchweihtreiben ab Samstag. Wie immer wieder die Kerwe mit einem Gottesdienst in Mundart von Pfarrer Arne Polzer eröffnet, nebst der Vorstellung des neuen Trios. Dieses schreitet danach zur ersten Amtshandlung: zur Ausgrabung der Kerb. Danach geht’s zum Freibieranstich auf dem Kerweplatz.

Vor Ort wird einiges geboten: für die Kinder Torwandschießen vom JFV BiNoWa im Pfarrhof, wo der Verein zudem eine Bar mit DJ-Musik anbietet. Die „Wunder-Bar“ lockt mit Cocktails in das Kerwezelt, wo abends die Band „Feel 4 Delight“ aufspielt. Zwischendurch ist Kevin Try als Comedian zu sehen. Der Sonntag beginnt mit dem Frühschoppen im Zelt. „Um 14 Uhr wird es die Kerwerede mit Überraschungen geben“, kündigt Silke Folz an. Die Kinder können sich erneut beim Torwandschießen und auf dem Rummelplatz austoben. Zudem lädt der Verein für Heimatgeschichte Nordheim zur Ausstellung ins Burg Stein Museum ein (siehe nebenstehenden Bericht).

Am Kerwesonntag gibt’s auch Kaffee und Kuchen am Nachmittag im Festzelt. Später ist der Hofheimer Posaunenchor beim Platzkonzert zu erleben. Viertklässler der Steinerwaldschule Nordheim/Wattenheim haben Bilder gemalt, die bei einer „Amerikanischen Versteigerung“ im Zelt erworben werden können.

Montags klingt die Kerwe langsam aus. Am Vormittag gibt es traditionell Speck und Eier bei der SG NoWa, und am Nachmittag ist buntes Kindertreiben mit Mister Kunterbunt im Zelt angesagt. Er fasziniert mit Spaß und Zauberei. Lustig geht es für die Erwachsenen schließlich beim beliebten Schubkarren-Rennen zu, ehe die Kerwe am Abend begraben wird – unter Tränen natürlich.

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