Biblis

Umweltschützer gehen juristisch gegen Castortransport vor

Archivartikel

Biblis.Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) geht juristisch gegen den in den kommenden Wochen geplanten Castor-Transport in das frühere Kernkraftwerk Biblis in Südhessen vor. Es gibt ein Verfahren um vorläufigen Rechtsschutz gegen den Transport, sagte ein Sprecher des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes in Kassel am Freitag. Über dieses müsse vor einem Start der sechs Castoren aus der Wiederaufbereitungsanlage im britischen Sellafield entschieden werden. Dies solle im Laufe des Oktobers geschehen.

Der BUND in Hessen richtet seinen Einspruch gegen den vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung freigegeben Sofortvollzug der Transportpläne. Es gebe im Zwischenlager in Biblis keine Möglichkeit Castor-Behälter zu reparieren. Dies sei notfalls bei Defekten vor einem späteren Weitertransport in ein Endlager aber zwingend nötig. Atomkraftgegner gehen davon aus, dass der geplante Castortransport von der Wiederaufbereitungsanlage im britischen Sellafield nach Biblis etwa Anfang November im Hafen von Nordenham in Niedersachsen ankommt.

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