Biblis

Sommertour Bibliser Christdemokraten schauen sich am Bahnhof, beim Werrtor und bei den Geflügelzüchtern um

Unterführung soll nicht länger Angst-Raum sein

Archivartikel

Biblis.Die Bibliser Christdemokraten nutzen die Ferien für eine Tour mit dem Fahrrad durch die Gemeinde. Bei den drei Terminen ist die Bevölkerung eingeladen mitzufahren. Ausgangspunkt der ersten Tour war der Bahnhof. Hier war die Unterführung das Thema, an dem sich erste Gemüter erhitzten.

CDU-Vorsitzender Konstantin Großmann berichtete, dass für die Umgestaltung und Sanierung des Bahnhofsumfelds rund 300 000 Euro in den Haushalt eingestellt worden seien. „Wir wollen einen Angst-Raum beseitigen. Die dunkle Unterführung macht auf Besucher, die demnächst mit der S-Bahn kommen, keinen guten Eindruck.“

So gab es in den politischen Gremien den Vorschlag, einem Graffiti-Künstler die Möglichkeit zu geben, die bislang nur mit Schmierereien besprühten Wände mit einem echten Kunstwerk zu verzieren. Und zwar auf einer 200 Quadratmeter langen Fläche. „In der Szene gilt es als ungeschriebenes Gesetz, dass solche Kunstwerke von anderen in Ruhe gelassen werden.“ Der Künstler wäre bereit, mögliche Beschädigungen auszubessern. Für die ganze Aktion stünden 15 000 Euro zur Verfügung.

Die nächste Station war das Werrtor. Dort will ein Investor neuen Wohnraum schaffen. Die CDU sieht dieses Vorhaben nicht nur kritisch, sondern lehnt es ab. Auf rund 6800 Quadratmetern Fläche sollen 68 Wohneinheiten entstehen. Das sei viel zu viel auf zu wenig Raum. Nicht einmal ein Spielplatz sei vorgesehen. Ein Hauptargument gegen die Planungen ist allerdings die Anbindung.

Bei so vielen Neubürgern, die sich dort ansiedeln würden, sei mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen. Das gehe nur mit einem Kreisel, der auf der B 44-Kreuzung gebaut werden müsste. Das wiederum bedeute Kosten in Höhe von rund einer Million Euro.

Der Investor habe in Aussicht gestellt, sich mit 350 000 Euro an den Kosten zu beteiligen. „Viel zu wenig“, waren sich alle einig. Die CDU sieht als Alternative andere mögliche Wohngebiete und nennt hier Helfrichsgärtel IV und V.

Weiter ging es zum Geflügelzuchtverein. Das Vereinsheim müsse möglicherweise der Deichsanierung weichen. Weiteres Problem ist der Frischwasseranschluss, der aktuell nur provisorisch verlegt sei. „Wenn wir jetzt Geld in die Hand nehmen und später muss das Vereinsheim doch abgerissen werden, dann ist das Unsinn. Wir hängen jetzt in der Luft“, berichtete Schriftführerin Hilde Heuser. Der Verein habe sich bereit erklärt, Eigenleistung beizusteuern, was von der Gemeinde aber abgelehnt werde. „Das hat etwas mit der Gewährleistung zu tun“, ergänzte Erster Beigeordneter Herbert Ritzert. Er versprach Mittel im Rahmen der Vereinsförderrichtlinien.

Lkw kommen nicht durch

Nächste Station war die Pfadgasse. Die hier noch ansässige letzte Bibliser „Gummernfabrik“ hat Probleme bei der Andienung durch Lkw. Denn diese kämen wegen parkender Fahrzeuge kaum noch zum Firmengelände durch. Deshalb wünsche sich das Unternehmen den Ausbau des rückwärtigen Feldweges an der Bundesstraße 44.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional