Biblis

Ferienspiele II DRK öffnet die Türen für die jungen Gäste / Spannende Erkundungstour

„Viel mehr, als einfach nur Pflaster aufkleben“

Archivartikel

Biblis.„Hier war ich noch nie“, flüstere Emily und schaute sich im Stützpunkt des Deutschen Roten Kreuzes in Biblis um. In den vergangenen Jahren fand die gemeinsame Ferienspielaktion der Freiwilligen Feuerwehr und des DRK im Stützpunkt der Feuerwehr statt. Diesmal teilten sich die Rettungsdienste die Kinder im Wechsel auf.

„Für uns war es wichtig, dass die Kinder auch mal unseren Stützpunkt sehen, viele waren tatsächlich noch nie bei uns“, meinte Jessica Wetzel, Jugendrotkreuzleiterin in Biblis. Außerdem sei es auch organisatorisch einfach für das DRK: Man müsse seine Spiele und das dazugehörige Equipment nicht mehr transportieren und könne vor Ort den Kinder vieles zeigen. Das Mittagessen fand im DRK-Zentrum statt.

Die Helfer informierten die Kinder über das Jugendrotkreuz. Auch das JRK nimmt an Wettbewerben und Übungen teil. An verschiedenen Stationen lernten die Jungen und Mädchen, dass „das DRK mehr macht, als Pflaster aufkleben“, betonte Jessica Wetzel.

Aufgaben kennengelernt

So stellten sich die fünf Gemeinschaften des DRK vor: die Bereitschaft, das Jugendrotkreuz, die Wohlfahrts- und Sozialarbeit, die Bergwacht und die Wasserwacht. Mal legten die Kinder mit Kleidersäcken Buchstaben, aus denen Begriffe entstanden, welche die anderen Kinder raten sollten. Mal gab es ein Rätsel zur Blutspende, bei denen Wortpaare gefunden werden sollten. „Eine Station betrifft den Notfall, wenn man schnell das Haus verlassen muss. Die Kinder können sich hier überlegen, was sie mitnehmen würden“, sagte Wetzel. Die Jungen und Mädchen dachten da weniger an Pässe, Geld oder Medikamente, sondern ganz praktisch: „Unterhemd, Zahnbürste, Kuscheltier.“

Eine andere Station beschäftigte sich mit dem Suchdienst nach Vermissten, wie er etwa beim Katastrophenschutz im Einsatz ist. Die Kinder suchten im Sand nach Muscheln, jeweils zwei passten genau zusammen. Die gefundenen Muscheln wurden registriert und die zueinander passenden nach und nach einander zugeordnet.

Ängste abbauen

Bereitschaftsleiterin Linda Schäfer ermöglichte den interessierten, jungen Besuchern Einblicke in den Rettungswagen. Die Kinder konnten diesen besichtigen und durften sich sogar auf die Liege legen. „Uns ist es wichtig, dass die Kinder einen Rettungswagen auch mal von innen gesehen haben und dadurch Ängste genommen bekommen, vor dem Rettungswagen und den Helfern in Weiß“, betonte Wetzel.

Dann ging es zum Verbinden von „Wunden“. Die glücklicherweise unechten Verletzungen wurden mit Hilfe von Schminke auf die Haut aufgemalt. Eine weitere Station beschäftigte sich mit dem Thema Menschlichkeit und nahm hier die aktuelle JRK-Kampagne: „Was geht mit Menschlichkeit?“ auf.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional