Biblis

Handball-Bezirksoberliga Neuer Trainer Tobias Führer und Spielerinnen der FSG Biblis/Gernsheim absolvieren erste gemeinsame Trainingseinheiten

Vorstellung mit Hindernissen

Archivartikel

Biblis.Jetzt hat der neue Trainer seine Mannschaft endlich auch einmal kennengelernt: Tobias Führer wurde zu Beginn der Corona-Pandemie als neuer Coach der Bezirksoberliga-Handballerinnen der FSG Biblis/Gernsheim vorgestellt, aber durch den Lockdown musste er sich lange gedulden, ehe er zumindest einen Teil des Teams sehen konnte. Zweimal trainierte er mit einem Teil seines Kaders in Gernsheim auf einem Freiluft-Platz, nun durfte auch erstmals die Bibliser Pfaffenau-Halle wieder genutzt werden.

„Echtes Handballtraining war das natürlich nicht“, schränkt Führer ein, der zuvor bereits zwei Online-Trainingseinheiten mit seinen Spielerinnen absolviert hat. In der Pfaffenau-Halle ging es erst einmal um Organisatorisches, wie die Hygienevorschriften umgesetzt werden und wie ein geregelter Ablauf in den nächsten Wochen möglich sein wird.

Mit Ball, aber ohne Passen

„Ich habe auch mit meiner Mannschaft beim TV Trebur schon erste Hallen-Trainings absolviert und muss sagen, dass das ganz gut klappt“, konnte Führer vor dem Start in der Gurkenstadt schon auf etwas Erfahrung zurückgreifen. „Wir sind erst einmal draußen ein paar Runden gelaufen und dann sind wir mit allen Spielerinnen reingegangen und haben auch etwas mit dem Ball gearbeitet“, erläutert der erfahrene Coach. Dabei galt es allerdings einzuschränken, dass „mit dem gesamten Kader“ am Mittwoch nur neun Spielerinnen gemeint waren, darunter auch noch Torhüterin Lea Milius, die Mutterfreuden entgegenblickt und entsprechend eingeschränkt das Programm absolvierte. Und die Arbeit mit dem Ball beschränkte sich auf Dribblings, Ball-Handling und Koordination. „Wir dürfen noch nicht passen und werfen“, so Führer. „Problematisch ist das aber auch nicht. Wir sind ja erst ganz am Anfang einer Vorbereitung – auf was auch immer.“

Führer selbst hält einen regulären Saisonstart im September für unwahrscheinlich. „Mein Bauchgefühl sagt mir, dass wir froh sein können, wenn es Ende Oktober losgeht“, so der Coach. Wichtig ist in seinen Augen, dass vor einem möglichen Saisonstart die Mannschaften einen genügend langen Vorlauf hatten, in dem sie „richtiges Handballtraining und auch Testspiele absolvieren konnten“, so Führer. „Bevor das nicht möglich war, wäre eine Runde nicht sinnvoll. Dann würde ich das lieber bis Dezember nach hinten schieben und nur eine einfache Runde spielen. Ohne echte Vorbereitung, mit Abwehrtraining und Zweikämpfen macht das keinen Sinn.“

Für den neuen FSG-Coach ist es aber schon ein riesiger Fortschritt, dass man sich wieder treffen darf und seine Mitspieler im Training sieht: „Wir sind schließlich Teamsportler. Wenn dann irgendwann die Erlaubnis kommt, dass man Bälle passen darf und auch mal aufs Tor werfen kann, dann wäre das für die Stimmung noch besser.“ Personell sieht Führer seine Mannschaft übrigens „ganz ordentlich aufgestellt“. Dringenden Handlungsbedarf besteht in seinen Augen nur bei den Torhüterinnen. „Alle anderen Positionen sind besetzt, aber natürlich wäre die ein oder andere Ergänzung schon noch wünschenswert“, so der Coach. „Wichtig wird sein, dass die Trainingsbeteiligung stimmt und wir von Verletzungen weitestgehend verschont bleiben. Viel passieren darf nicht“, hält der Trainer die Augen nach Neuzugängen offen. me

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