Biblis

Bauausschuss Nach Fahrradunfällen sieht Bibliser SPD Handlungsbedarf am Altrhein in Nordheim / Angrenzender Parkplatz gehört nicht der Gemeinde

Weg am Rhein soll ausgebessert werden

Archivartikel

Biblis.Da sich im Bereich der Zufahrt zur Gaststätte „Zur Rheinfähre“ (Fauti) am Rhein in Nordheim bereits zwei Fahrradunfälle ereignet haben, soll die Gemeinde Biblis die Schlaglöcher auf dem Weg und dem Parkplatz schnellstmöglich beseitigen. Das beantragte Ewald Gleich (SPD) bei der Sitzung des Bauausschusses.

Dabei stellt sich aber das Problem, dass lediglich der Weg der Gemeinde gehört, der Parkplatz aber im Besitz des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) ist, berichtete Bauamtsmitarbeiter Alexander Dinges. Zudem werde auf dem Parkplatz Baumaterial gelagert, das mit Maschinen bewegt werde – was den Untergrund nicht besser mache.

„Den Weg werden wir in den kommenden Tagen ausbessern, aber das schaffen wir erst nach Pfingsten“, erklärte Bürgermeister Felix Kusicka. Für den Parkplatz muss die Gemeinde sich an den Eigentümer wenden, wobei noch zu klären ist, ob der Teil, der zur Gaststätte hin gelegen ist, vom WSA an den Pächter der Gaststätte mitverpachtet wurde.

Neuer Brunnen gebohrt

Die Freie Liste Biblis stellte den Antrag, dass für den Friedhof eine Enteisenanlage beschafft werden soll. „Besonders die Grabsteine auf den Rasengräbern tragen immer wieder rote Spuren von dem Eisen, das im Grundwasser ist und zur Bewässerung genutzt wird“, erklärte Fraktionsvorsitzender Hans-Peter Fischer. Dem entgegnete der Bürgermeister, dass im vergangenen Frühsommer der ursprüngliche Brunnen in der Tiefe von zwölf Metern aufgegeben und ein neuer gebohrt wurde, der jetzt das Grundwasser aus sechs Metern fördert. „Dazu gibt es auch ein wissenschaftliches Gutachten, dass das geförderte Wasser Trinkwasserqualität hat. Von Ablagerungen ist uns seitdem nichts mehr bekannt“, so Kusicka. Fischer stellte daraufhin seinen Antrag zurück.

Um doppelte Adressen zu vermeiden, soll der hintere Teil der Straße bei den vier kleinen Freizeitseen an der Einfahrt beim Feuerwehrstützpunkt umbenannt werden in „Am Wadowskisee“. Denn die Anlieger zweier Seen hätten sich ihre Hausnummern selbst gegeben, weshalb im Gebiet „Im Rohrbusch“ eine verwirrende Doppelung entstanden sei. Den Beschluss trugen alle Kommunalpolitiker im Ausschuss mit.

Parteien gegen Mischgebiet

Genauso einstimmig fiel die Empfehlung, beim Areal „Am hohen Weg“ die an das Wohngebiet angrenzenden Flächenstreifen in ein „eingeschränktes Gewerbegebiet“ zu verwandeln. Dinges erklärte den Ausschussmitgliedern den Hintergrund: „Direkt neben einem Wohngebiet darf man kein Gewerbegebiet ausweisen. Hier muss es ein Mischgebiet sein, in dem sowohl Wohnen als auch Gewerbe erlaubt sind. In einem reinen Gewerbegebiet, das in den Zonen nach dem Mischgebiet geplant ist, darf höchstens eine Wohnung für den Geschäftsführer oder Hausmeister sein.“

SPD-Fraktionsvorsitzender Josef Fiedler meinte, er habe große Probleme, hier ein Mischgebiet auszuweisen. „Denn es kann nicht sein, dass hier sehr billig Grundstücke gekauft und dann zum Wohnen genutzt werden“, führte er aus. Auch CDU und FLB wollten das nicht.

Der Ausschuss empfahl das „eingeschränkte Gewerbegebiet“, das in Sachen Wohnen nicht ganz so großzügige Bedingungen bietet, wie ein Mischgebiet. Eine Enthaltung kam von der FLB. cid

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional