Biblis

Wettsegeln 120 Teilnehmer aus 16 Nationen kämpften bei bestem Wetter um den Sieg / Brad Gibson GBR 42 auf Platz eins

Weltmeisterschaft ferngesteuerter Segelboote

Archivartikel

Biblis.Traumhaftes Wetter begleitete die erste Etappe der Weltmeisterschaften im ferngesteuerten Segeln beim ausrichtenden Segelverein Biblis. „Wobei der Wind aber etwas unstet war“, warf Henning Faas ein, der gemeinsam mit Vereinskollege Jürgen Eiermann diese Veranstaltung initiierend nach Biblis holte. Zum ersten Mal seit 1988 fanden die Weltmeisterschaften in Deutschland statt, 120 Teilnehmer aus 16 Nationen kämpfen in zwei Klassen um den Sieg.

Die Weltmeisterschaften in den beiden Klassen Ten Rater und Marblehead gingen über zehn Tage. Angemeldet haben sich Teilnehmer aus Australien, Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Holland, Neuseeland, Portugal, Russland, Schweden, Schweiz, England, Polen, Weißrussland und der Ukraine. Dies ist das größte Teilnehmerfeld seit Einführung der Weltmeisterschaften in diesen Klassen 1973/1975. Zandra Thomas kam mit ihrem Mann von Australien nach Biblis, um an den Weltmeisterschaften teilzunehmen, mit ein paar kleinen europäischen Zwischenstopps auf der Anreise. Die Seniorin brachte aus ihrer Heimat kleine Koalabären-Figuren mit und verschenkte diese. Alle Teilnehmer hatten für ein internationales Büffet zudem etwas Typisches aus ihrem Land eingepackt. „Dies gehört auch dazu, nicht nur die Wettfahrten, sondern auch die Gemeinschaft und Geselligkeit“, fand Ulrike Falkenstein vom Segelverein Biblis.

Bereits im vergangenen Jahr wurden in beiden Kategorien die Deutschen Meisterschaften in Biblis durchgeführt. „Dies war unsere Generalprobe für die Weltmeisterschaften“, meinte dazu Henning Faas und lobte die gute Infrastruktur vor Ort, nicht nur, dass sich der Verein sehr engagieren würde, auch die Region böte gute Voraussetzungen wie einen schnellen Anschluss an Autobahnen und den Frankfurter Flughafen für die vielen ausländischen Teilnehmer.

Begonnen wurde bei den Wettfahrten der Weltmeisterschaften mit der Ten Rater Klasse, drei Tage wurde hier gesegelt. Diese Segler haben eine Rumpflänge von 1,8 Meter, eine Masthöhe von 2,4 Meter, ein Gewicht von sechs Kilogramm und eine Segelfläche von 1,1 Quadratmeter. Die Segler steuern vom Ufer aus ihre Boote mit Hilfe von Fernsteuerungen und laufen hier auch entsprechend mit den fahrenden Booten an der Seite mit.

Die Sonne schien zwar, aber der Wind fehlte, so dass erst mit dreistündiger Verspätung am ersten Tag gesegelt werden konnten. Zügig wurden nun in drei Gruppen insgesamt neun Wettfahrten durchgeführt. Nach den drei Durchgängen lagen an der Spitze Brad Gibson GBR 42 mit vier Punkten, Matteo Longhi ITA 24 mit sieben Punkten und Christophe Boisnault FRA 13 mit zehn Punkten eng zusammen.

Am zweiten Tag konnten morgens zwei Durchgänge gesegelt werden, dann war wieder warten auf den Wind angesagt. Am frühen Abend gelangen nochmals sechs Läufe. Nach diesen Durchgängen hatte Brad Gibson GBR 42 mit fünf Punkten weiter die Führung, aber Matteo Longhi ITA 24 und Christoph Boisnault FRA 13 lagen nun mit elf Punkten gleichauf.

Die Entscheidung brachte der dritte Weltmeisterschaftstag, der wieder mit wenig Wind begann. Dennoch konnte Wettfahrtleiter Pierre Gonnet gemeinsam mit Jürgen Eiermann sechs Wettfahrten durchführen lassen. Am Endergebnis konnte das nicht mehr viel ändern, und so heißt der neue und bisherige Weltmeister Brad Gibson GBR 42 mit zwölf Punkten vor Christoph Boisnault FRA 13 mit 20 und Matteo Longhi ITA 24 mit 22 Punkten. str

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