Biblis

Willkommenes Signal

Martin Schulte zum RWE-Projekt in Biblis

Ja – es sind nur fünf Arbeitsplätze. Und ja – die Gemeinde wird wegen der zu erwartenden Gewerbesteuer keine größeren Sprünge machen können, von der möglichen 100-Millionen-Investition zählbar so gut wie nichts haben. Dennoch: Die Absicht von RWE, in Biblis ein Gaskraftwerk zu bauen, ist ein sehr willkommenes Signal. Es zielt auf die Stimmung in der Bürgerschaft, nachdem das Atom-Aus im Jahr 2011 die Gemeinde in eine fatale Lage gebracht hat. Womit die Sinnhaftigkeit der Entscheidung nicht beurteilt sein soll.

Seither ist Biblis nicht mehr Kraftwerksstandort – sondern Atomaltlastensanierungsstandort. Mit hier und da kleinsten Erfolgen im Ringen darum, die Verluste an Arbeitsplätzen und Steuerkraft nur ansatzweise zu kompensieren. Das Bekenntnis von RWE zur alten Heimat Biblis wirkt psychologisch – und viel schwerer als der eigentliche wirtschaftliche Effekt. Es zeigt in die Zukunft.

 
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