Bürstadt

Ehrung Thomas Hayer fährt extra aus Mainz zu den Proben und Auftritten des Bürstädter Laientheaters

100 Mal für die Sainäwwel auf der Bühne

Archivartikel

Bürstadt.Am letzten Theaterwochenende der Bürstädter Sainäwwel gab es noch einmal eine besondere Ehrung. Anlässlich des 100. Auftritts auf der Sainäwwelbühne bedankt sich die Theatergruppe bei Schauspieler Thomas Hayer.

Laudator Markus Winkler ließ die wichtigsten Stationen dieser Schauspielkarriere Revue passieren. Thomas Hayer ist 2005 zur Gruppe gekommen. Die Laienspielgruppe benötigte damals einen jungen Mann für das Stück „Sou e Affetheater“. Da er sich damals als eine überaus erfolgreiche Besetzung herausstellte, war klar, dass Thomas Hayer bei dem Ensemble bleibt. Es folgten Stücke mit ihm in den Jahren 2006, 2009 und 2010.

Dann legte Hayer eine kleine Pause ein, da er aus beruflichen Gründen umziehen musste. So mussten die Sainäwwel bis 2016 warten, bis er nach einer weiteren beruflichen Veränderung wieder für die Sainäwwel zur Verfügung stand, auch wenn der neue Wohnort Mainz auch nicht gerade in der Nähe der Spielstätte liegt.

Großer Zeitaufwand

Während alle anderen Schauspieler schnell nach Riedrode zur Probe fahren, ist das für Thomas Hayer schon eine größere Sache und mit wesentlich mehr Zeitaufwand verbunden. Um so mehr freut es alle Beteiligten, dass er dies für sein Hobby auf sich nimmt. Alle spielen wirklich gerne mit ihm Theater, wie sie an diesem besonderen Abend noch einmal deutlich machten.

In seiner Ansprache erinnerte sich Markus Winkler an das Stück 2017 „Hodel ginsdisch häzugewwwe“. Damals spielte er einen Hotelangestellten. Doch dann musste er dem Hotelbesitzer aus der Patsche helfen, und war plötzlich das Mädchen für alles – was man daran sehen konnte, dass er mehrmals rasend schnell in die Rolle des Zimmermädchens und in Frauenkleider schlüpfen musste.

Überhaupt sei er nach Meinung des Laudators sehr wandelbar, und die unterschiedlichsten Rollen stellten für ihn kein Problem dar. Im vergangenen Jahr schlüpfte er in die Rolle des Hausfreundes im Kommunionanzug. In diesem Jahr spielt er in dem Stück „Aache zu un dorsch“ den gehörnten Ehemann. „De bäjseschde vun alle“, wie ihn seine Frau Babs im Stück bezeichnet.

Blumen und Sekt als Dankeschön

Das Team bedankte sich bei ihm mit Blumen, einer Flasche Sekt und einem Gutschein. Alle waren sich einig: Thomas Hayer sei mittlerweile nicht mehr aus der Sainäwwelgruppe wegzudenken. Alle Beteiligten hoffen, auch in Zukunft auf ihn zählen zu können, damit auch das Publikum sich auf viele weitere Auftritte in den unterschiedlichsten Rollen freuen kann. red

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