Bürstadt

Raiffeisenbank Ried Vertreter entlasten Vorstand / Zahl der Mitarbeiter und Filialen bleibt gleich

3,5 Prozent Dividende

Bürstadt.3,5 Prozent Dividende werden die Mitglieder der Raiffeisenbank Ried bekommen. Diesen Beschluss fassten die etwa 110 Vertreter in der Vollversammlung im Bürstädter Bürgerhaus.

Vom Bilanzgewinn 2018 von rund 542 640 Euro werden circa 140 190 Euro als Dividendenzahlungen ausgeschüttet. In die gesetzliche Rücklage fließen 180 000 Euro, 220 000 Euro in andere Ergebnisrücklagen und circa 2450 Euro sind der Vortrag auf die neue Rechnung. Vorstand Claus Diehlmann stellte die Zahlen für die Gewinnverwendung vor und ließ darüber abstimmen. Er hatte zu Beginn des Abends den Gründer Friedrich Wilhelm Raiffeisen zitiert: „Was einer allein nicht schafft, schaffen viele.“

Diehlmann ging kurz auf das Konterfei des Gründers ein, das seit kurzem mit einem QR-Code unter dem Motto „Tradition trifft Moderne“ erscheint. „Online und digital gibt es eine rasante Weiterentwicklung, und wir halten diese auch nicht mehr auf. Es gilt, die Veränderungen anzunehmen und die Möglichkeiten zu nutzen“, erklärte er.

Trotz des derzeit Null-Prozent-Zinsniveaus will die Raiffeisenbank den Kunden Angebote machen, die Mitarbeiter halten und den Kommunen ein verlässlicher Partner sein, betonte Diehlmann.

Vorstandskollege Frank Ohl stellte die Zahlen 2018 vor und ging auf das WM-Desaster im vergangenen Jahr ein: „Es funktioniert nur im Team, wenn die Innen- und Außeneinsätze stimmen und alle Akteure erfolgreich zusammenspielen.“ Das Bankgeschäft sei ein Ausdauergeschäft. Die Raiffeisenbank appelliere an die „Fantreue“ ihrer Mitglieder. Und Ohl gab Entwarnung in Sachen Bargeld: „Es wird nicht so schnell von der Bildfläche verschwinden, obwohl viele inzwischen mit Karte zahlen.“

Alle acht Geschäftsstellen konnten gehalten werden. Auch die Mitarbeiterzahl von 77 ist konstant geblieben. In Hofheim baut die Raiffeisenbank derzeit im und hinter dem Bankgebäude 13 Wohnungen und ist Ende August wieder dort zu finden. Ohl gab einen Überblick über die Entwicklung der Verbundbilanzsumme, die um 4,25 Prozent gegenüber 2017 auf 760,5 Millionen Euro gestiegen ist, genau wie die Kredite, die die Bank gewährt hat. Die Summe ist von 200,2 Millionen Euro (2017) auf 219,3 Millionen Euro (2018) angestiegen. Die Einlagen waren im vergangenen Jahr ebenfalls angewachsen. Die Kunden hatten 123,9 Millionen Euro gespart. Täglich verfügbar mussten 190,4 Millionen Euro sein. Die Termineinlagen betrugen 8,6 Millionen Euro. Das macht insgesamt 322,9 Millionen Euro, ein Zuwachs von 3,89 Prozent. Die Bilanzsumme fiel mit 391,1 Millionen Euro um 3,7 Prozent höher aus als 2017.

Es gab 175 neue Beitritte im abgelaufenen Jahr, so dass sich die Zahl der Mitglieder auf 10 433 beläuft. Drei Aufsichtsratsmitglieder wurden wiedergewählt. Das waren die Aufsichtsratsvorsitzende Brigitte Daiker-Neumann, die durch den Abend führte, Rüdiger Engert und Thomas Hartmann. Der Vorstand wurde genauso durch die Vertreterversammlung entlastet wie der gesamte Aufsichtsrat.

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