Bürstadt

Umwelt Bürstädter Verwaltung kündigt umfangreiche Rodungen für den Sportpark an / Sechs Robinien werden in der Nibelungenstraße ersetzt

80 Bäume fallen, 150 sollen neu gepflanzt werden

Archivartikel

Bürstadt.Die Bürstädter Stadtverwaltung kündigt umfangreiche Rodungen noch in diesem Monat an. Allein auf dem Gelände des Sportparks sollen von den rund 200 erfassten Bäumen 80 gefällt werden. „120 bleiben erhalten und rund 150 Bäume werden im Zuge der späteren Gestaltung neu gepflanzt“, heißt es in der Mitteilung weiter. Letztlich werde es somit 70 Bäume mehr geben als heute.

Bevor die eigentliche Neugestaltung auf dem Campus beginnen könne, um neue Aktivitätsräume und Ruheoasen, Pfade, Plätze und Strukturen zu erschaffen, müssten Flächen vorbereitet werden. „Da wird viel Erde bewegt, es sind aber auch – neben einigem Erhalt – Grünstrukturen, Bäume und Sträucher zu roden.“ Diese Arbeiten würden jetzt im Februar – und somit vor Beginn der Brut- und Setzzeit – von einer Fachfirma ausgeführt.

„Im Bebauungsplan ist geregelt und verbindlich festgesetzt, dass dies nicht planlos und willkürlich geschieht, sondern gezielt und mit Augenmaß“, so die Verwaltung. Es werde eine „ökologische Baubegleitung“ geben. Um insbesondere Vögel und Fledermäuse zu schonen, prüfe ein Fachmann Bäume mit Höhlen und Spalten im Vorfeld der Rodungen. Damit sensible Tiere oder ihre Behausungen nicht unter die Räder gerieten, seien bereits im Januar Bäume kontrolliert worden.

Noch bevor die Brutzeit beginnt, würden Nisthilfen als Ausgleich geschaffen. Der geschützte Heldbock, eine Käferart, oder die Haselmaus, einer Art aus der Familie der Bilche, werde durch entsprechende Maßnahmen berücksichtigt.

Weitere Fällungen

Auch die Nibelungenstraße stehe vor Veränderungen. Im Vorfeld des Umbaus sollen dort sechs Robinien gefällt werden, die teilweise nicht mehr in gutem Zustand seien. Sie würden im Zuge der Neugestaltung ersetzt. Den neuen Bäumen komme dabei ein größerer Wurzelraum und ein deutlich tieferer Erdanschluss zugute, so dass diese bessere Entwicklungsbedingungen hätten. Insgesamt gebe es dann zwischen Main- und Marktstraße neben den Ersatzbäumen drei verbleibende und sechs weitere Neupflanzungen, erklärt die Verwaltung.

Sie kündigt an, im bislang baumlosen Abschnitt der Nibelungenstraße bis zur Eisenbahn weitere, neue Bäume zu pflanzen, um auch diesen Teil durch mehr Stadtgrün aufzuwerten. red

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