Bürstadt

Sprechstunde Beirat kümmert sich um die Anliegen der Senioren / Treffpunkt auf dem Marktplatz

Ärgernisse und Wünsche zur Sprache gebracht

Bürstadt.Die Behindertentoilette auf dem Marktplatz in Bürstadt ist weiterhin ein Aufregerthema bei den Bürgern und beim örtlichen Seniorenbeirat. Dieser veranstaltete eine öffentliche Sprechstunde auf dem Marktplatz und wurde von aufmerksamen Bürgern darauf hingewiesen, dass der Zugangsweg zur Toilette für Rollator und Rollstuhl zu eng sei. Eine Baustelle verengt hier den Weg. Weiterhin sei die Toilette nicht wirklich sauber.

„Viele Belange, die uns die Bürger heute mitgeteilt haben, haben nicht direkt etwas mit der Seniorenarbeit zu tun, sondern mit dem allgemeinen Leben in Bürstadt“, so Ortrud Görtz, Vorsitzende des Seniorenbeirates. Doch auch hierfür habe man ein offenes Ohr, seien es doch oftmals ältere Menschen, die ihre Beschwerden mitteilten. Dazu gehöre die Behindertentoilette auf dem Marktplatz, die schon öfters Thema im Seniorenbeirat und bei Gesprächen mit der Stadt gewesen sei. Mal sei sie längere Zeit nicht benutzbar gewesen, momentan sei sie in Betrieb. 20 Cent müssten in die Bezahlvorrichtung neben der Tür geworfen werden, dann öffne sich die Tür. Aber einladend sei der Toilettenbereich nicht.

„Außerdem wissen, oder noch schlimmer, erkennen Bürger das graue Häuschen gar nicht als Behindertentoilette“, sagte Görtz. Der Eingang liege um die Ecke, es gebe keine Hinweisschilder. Es entstehe der Eindruck, man wolle gar nicht, dass diese Toilette überhaupt genutzt wird.

Ein weiteres Thema bei den Bürgern sei die Parksituation in Bürstadt. Viele hätten sich hier schon bei der Stadt beschwert und schütteten dem Seniorenbeirat ihr Herz aus. In der Vincenzstraße sorgen parkende Sprinter für Unmut, in der Luisenstraße ein Behindertenparkplatz, der von einem Anwohner als Privatparkplatz angesehen würde. Er habe zwar einen entsprechenden Ausweis, blockiere aber dauerhaft den Parkplatz. „Daher gibt es für andere Fahrer mit Behindertenparkausweis keine Parkmöglichkeit“, beschrieb es ein Bürger. Dies sei grenzwertig, da dieser Parkplatz wichtig sei für behinderte Menschen, die zur Apotheke oder zum Arzt wollten.

Anfragen von Behinderten

Der Seniorenbeirat notierte sich alle Beschwerden und wird diese an die Stadt weiterreichen. Viele Themen drehten sich um Behinderte. Der Seniorenbeirat sieht die Notwendigkeit, einen eigenen Behindertenbeirat durch die Stadt zu berufen. Bisher wurden solche Vorschläge abgeblockt.

Der Seniorenbeirat kümmert sich um die Belange der Bürger ab 60 Jahre. Leider gebe es noch Hindernisse, etwa bei den Informations- und Verwaltungswegen zwischen dem Beirat und der Verwaltung. Außerdem wünscht sich der Seniorenbeirat ein eigenes Budget für seine Arbeit, über das er frei verfügen könne. Natürlich würden per Rechnungen Rechenschaft über die Ausgaben abgegeben. Der Seniorenbeirat hat sich ein Banner zugelegt, das bei der Sprechstunde auf dem Marktplatz zu sehen war. Noch stehe nicht fest, wer dieses bezahlt.

Ortrud Görtz und ihre Mitstreiter Christel Kroll und Siegfried Gebhardt haben bereits erfahren, dass die Senioren sich eine Begegnungsstätte für Jung und Alt wünschen, die nicht an Institutionen gekoppelt ist. „Und viele Senioren tanzen gerne, sie nehmen dafür sogar lange Fahrwege auf sich“, weiß Görtz. Sie würden sich über ein Tanzcafé vor Ort freuen.

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