Bürstadt

Schillerschule Abc-Schützen willkommen geheißen / Rektor Wiechmann mit hohen Erwartungen

Als Wissenschaftler später mal die Welt retten

Bürstadt.In der Schillerschule begrüßen traditionsgemäß die zweiten Klassen die Schulanfänger in der Aula. Und das gleich mehrmals, denn für alle 155 Kinder mit ihren Familien reichte der Platz in der Aula nicht aus.

Schulleiter Torsten Wiechmann nahm den Erstklässlern gleich die Angst. „Die Eltern oder Großeltern haben euch vielleicht gesagt, dass jetzt der Ernst des Lebens beginnt. Aber keine Sorge, ihr werdet noch genügend Zeit haben zu malen, zu spielen und Sport zu treiben“, erklärte er. Und weil es derzeit so heiß ist, nahm er Bezug auf den Klimawandel und die Umwelt, die sich verändert. „Ihr müsst viel lernen und später als Ingenieur oder Wissenschaftler die Welt wieder besser machen“, führte er aus.

Aber auch schon jetzt können die Erstklässler viel für die Umwelt tun, indem zum Beispiel Trinkflaschen benutzt werden, die man wieder füllen kann, oder das Schulbrot in einer Dose oder Papiertüte aufbewahrt wird.

Umbau für 16 Millionen

Landrat Christian Engelhardt kam ebenfalls in die Schillerschule. „Ich bin jedes Jahr bei einer Einschulung dabei, und in diesem Jahr habe ich mir die Schillerschule ausgesucht, weil es hier die große Baustelle gibt“, erläuterte er. Im Schulhof entsteht gerade die große Mensa, die voraussichtlich Ende des Jahres fertig sein wird und rund drei Millionen Euro kostet. Das sei aber noch gar nichts gegen die geplanten 16 Millionen, die der Kreis für den Komplettumbau der Schule in die Hand nehmen werde. Die Pläne werden noch geprüft und mit der Schulleitung und der Bürgermeisterin Bärbel Schader abgestimmt. „So lange, wie ihr hier seid, wird immer gebaut werden. Aber das ist auch spannend mit den vielen Baggern und Maschinen“, meinte der Landrat.

Er ist selbst Vater, seine Tochter habe er im vergangenen Jahr in die fünfte Klasse begleitet. „Die Schulen im Kreis sind für uns nicht nur Gebäude. Sie stehen auch für unsere Zukunft“, brachte es Engelhardt auf den Punkt.

Schillerschul-Leiter Torsten Wiechmann hatte noch ein wichtiges Anliegen an die Eltern: nämlich die Kinder nicht mehr direkt vor das Gebäude fahren. „Sie sollen lieber den Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen“, sprach Wiechmann die Verkehrsprobleme vor der Schule an.

Schulweg ist „soziales Lernen“

Am Schwimmbad oder vor St. Peter könnten die Kinder durchaus abgesetzt werden. Dann könnten sie wenigstens noch die letzten Meter zu Fuß gehen. „Der Schulweg ist soziales Lernen“, betonte Wiechmann, der sich gerne an die vielen frühmorgendlichen Gespräche mit den Klassenkameraden erinnert. Die Eltern hätten oft unbegründete Ängste, weswegen sie die Kinder am liebsten in die Klassenräume begleiten würden. Das ist wirklich nicht nötig.“

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