Bürstadt

Bücherei Hygieneregeln machen Ausleihe möglich

Ampel regelt den Einlass

Bürstadt.In der Katholischen Öffentlichen Bücherei St. Michael in Bürstadt ist einiges anders als gewohnt. Vor der Eingangstür befindet sich eine kleine Ampel. Bei Rot muss man warten, denn es dürfen nur drei Leute zur gleichen Zeit hinein. Draußen steht zudem Handdesinfektionsmittel bereit. Vor allen PCs bei der Annahme- und Ausgabetheke sind Spuckschutzwände montiert. Die Diözese hat diese Auflagen erteilt.

„Wir haben seit 28. April wieder geöffnet, sobald die ersten Lockerungen bekannt gegeben wurden. Davor hatten wir im Pfarrsaal eine Besprechung mit allen 18 Mitarbeitern – auf Abstand natürlich“, schilderte Gabi Winkler vom ehrenamtlichen Helferteam. Hier wurden die geltenden Maßnahmen erklärt und gefragt, wer es sich von den Mitarbeitern zutraut, trotz Corona seinen Dienst zu versehen. „Aber alle wollten unbedingt dabei sein, denn der soziale Kontakt unter den Teamkollegen hat gefehlt, wie auch der zu den Stammkunden“, stellte sie fest. Ausgerechnet in den besonders schlimmen Wochen war die Bibliothek geschlossen. „Gerade da hat der Lesestoff für viele gefehlt. Die Zeit dazu war für viele reichlich vorhanden“, so Winkler.

Die Bücher werden von den Mitarbeitern bei der Rücknahme nicht angefasst. Die Besucher halten sie, während sie eingescannt werden, und legen sie auf einen Rückgabewagen. Dort bleiben sie zwei Tage, bis die Bibliothek das nächste Mal öffnet. Dann werden die Bücher vom Team an den richtigen Platz gestellt. Das EDV-System, mit dem gearbeitet wird, hat die Stadt gesponsert.

„Tonis“ bei Kindern sehr beliebt

„Es gibt eine gute Kooperation mit der Verwaltung. Jedes Jahr bekommen wir eine Summe, mit der neue Materialien angeschafft werden können“, erzählte Mitarbeiterin Jutta Timm. Es gibt neben CDs, DVDs oder Zeitschriften speziell für die kleinsten Leser die „Tonis“. Das sind kleine Figuren, die auf eine orangefarbene Box gestellt werden und eine Geschichte vorlesen. „Die Jüngsten sind technisch bereits sehr versiert und wissen genau, wie ein Toni zu bedienen ist“, so Winkler.

Derzeit sind sämtliche Veranstaltungen auf Eis gelegt. Sonst kommen die Kinder aus den Kitas und Grundschulen, um hier ihren Bibliotheksschein zu machen.

Wer nicht in die Räume der Bibliothek kommen will, kann seine Medien über den Online-Katalog auswählen und vorbestellten. Die Mitarbeiter legen alles zur Abholung bereit. „In den Zeiten, in denen die Bücherei geschlossen war, haben wir sogar Lieferungen nach Hause gemacht“, erklärte Winkler.

Derzeit ist das Team um Leiterin Roswitha Gebhardt froh, ihr Angebot mit allen Bücherfreunden teilen zu können. Und die Besucher halten sich an die Maßnahmen. Denn sie sind ebenfalls froh, Lesestoff ausleihen zu können. Besonders am Sonntag nach dem Gottesdienst sei der Andrang von Familien groß.

Die Pfarrbibliothek hat viermal die Woche geöffnet: dienstags von 16 bis 18 Uhr, donnerstags von 16 bis 19 Uhr sowie freitags und sonntags von 10 bis 12 Uhr. cid

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