Bürstadt

Stadtverwaltung Gegenstände am Wall der B 47 illegal

Anwohner müssen Grünfläche räumen

Archivartikel

Bürstadt.Die Stadtverwaltung hat Anwohner des Grünstreifens entlang des Lärmschutzwalls an der B 47 in Bürstadt schriftlich aufgefordert, dort gelagertes Holz sowie Tische, Bänke und Kinderspielgeräte zu entfernen. Das gilt auch für Parkplätze, die eigenmächtig auf dem städtischen Gelände eingerichtet worden sind.

SPD-Sprecher Franz Siegl hatte in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung seine Verwunderung über das Schreiben zum Ausdruck gebracht, nachdem diese Zustände doch seit Jahrzehnten bestünden. Er sei bisher davon ausgegangen, dass das Ordnungsamt die Einhaltung der Bebauungspläne routinemäßig überwacht.

Das betreffende Gebiet befindet sich nahe des Krieglachrings, von dem kleine Sträßchen U-förmig zu den Häusern führen, die sich direkt am Wall befinden. Tatsächlich sind beispielsweise Tische und hölzerne Bänke von einer zum Teil schon maroden Beschaffenheit, was auf die lange Dauer ihrer Existenz dort schließen lässt.

Bürgermeisterin Bärbel Schader erklärte auf SHM-Anfrage, der Sachverhalt sei vor ihrem Amtsantritt schon einmal Thema gewesen. Sie selbst habe es dann als Bürgermeisterin nicht weiterverfolgt, es sei in der Planung eines umfassenden neuen Grünkonzepts „stecken gebleiben“, so Schader. Sie räumte ein, dass die Angelegenheit auf ihrer „Agenda nicht ganz oben steht“.

Sie habe Verständnis, dass die angeschriebenen Anliegen jetzt irritiert seien, nachdem es so lange gut ging. Schader: „Aber es liegen massive Beschwerden anderer Anwohner vor. Und nachdem die Nutzung des Grünstreifens tatsächlich illegal ist, bin ich gezwungen zu handeln.“ Jeden Winkel der städtischen Gemarkung dauerhaft und regelmäßig auf die Einhaltung der Bebauungspläne hin zu kontrollieren, sei unmöglich. „Da bräuchte ich drei Mitarbeiter mehr in der Verwaltung.“ mas

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