Bürstadt

Straßenbau Die von der Stadt Bürstadt angedachte Verkehrsberuhigung ist nicht bei allen willkommen / Themenabend der Bürstädter SPD am Freitag

Anwohner streiten über den neuen Bubenlachring

Archivartikel

Bürstadt.Die Bauarbeiten am Bürstädter Bubenlachring haben begonnen. Die Diskussionen um die spätere Straßengestaltung sind ebenfalls in vollem Gange. Zwar hat die Stadt Bürstadt zwei Bürgerversammlungen über die Umbaumaßnahmen und die mögliche Ausgestaltung der Straße anberaumt. Dennoch fühlt sich ein Teil der Anwohner nach wie vor schlecht informiert und hat nun Unterschriften gesammelt, um mit der Stadt erneut ins Gespräch zu kommen.

Auch die SPD nimmt sich des Anliegens an und veranstaltet am Freitag, 23. August, einen Themenabend, zu dem alle Anwohner des Bubenlachrings, aber auch alle anderen Interessierten eingeladen sind. Los geht es ab 19 Uhr im Vereinsheim der Bewegungs- und Rehasportgemeinschaft (BRSG) in der Mainstraße 126. Die SPD hat das Thema genutzt, um eine Anfrage an die Stadt Bürstadt zu richten, die diese inzwischen beantwortet hat.

Einer der Punkte, die sowohl die Anwohner als auch die SPD beschäftigen, ist die spätere Ausgestaltung der Straße, die ohne abgesenkte Gehsteige auskommen soll. Die 40 Anwohner, die den Brief unterschrieben haben, fürchten, dass bei Starkregen die Keller volllaufen könnten. Ebenfalls gibt es Diskussionen darüber, ob der Bubenlachring später verkehrsberuhigt sein soll. Das habe zur Folge, dass die Stellplätze künftig auf der Straße eingezeichnet werden müssten. Die Unterzeichner des Briefs fürchten, dann nicht mehr vor dem eigenen Grundstück parken zu können.

Die Verwaltung stellt in ihrer Antwort an die Anwohner und die SPD klar, dass noch keine Entscheidung zur Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereichs getroffen sei. Diese soll erst nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen in Abstimmung mit dem Ordnungsamt und den Bürgern fallen. Zugleich macht die Stadt auch deutlich, dass es sich bei den Parkplätzen um öffentlichen Straßenraum handle. Die vom Eigentümer benötigten Parkplätze seien auf dem Grundstück zu schaffen.

Irritationen gab es auch darüber, welche Leitungen erneuert werden. Die Stadt erklärt, dass sie mehrfach mit den Versorgern darüber gesprochen habe. Neu verlegt werden die Gas- und Wasseranschlüsse einschließlich der Hausanschlüsse. Die EWR als Verantwortliche für die Stromleitungen wolle zwei veraltete Kabel austauschen. Die Telekom halte die Leitungen für ausreichend dimensioniert und auf dem Stand der Technik. Ein Ausbau mit Glasfaser sei derzeit nicht geplant, teilt die Verwaltung mit.

Die Stadt erwägt allerdings, entsprechende Leerrohre auf eigene Kosten im Fahrbahnbereich zu verlegen. Dafür kalkuliert die Stadt mit Kosten von 33 000 Euro für Material und Tiefbaukosten. Außerdem bemühen sich derzeit Stadt und Planungsbüro um einen alternativen Betreiber für ein Glasfasernetz.

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