Bürstadt

Nachruf Andreas „Andl“ Mayer mit 80 Jahren verstorben

„Arbeit war Berufung“

Archivartikel

Bürstadt.Andreas Mayer, der langjährige Leiter des Sozialamtes im Rathaus Bürstadt, ist am Samstag im Alter von 80 Jahren verstorben. „Er war ein hervorragender Amtsleiter – und auch im Kreis für seine Sach- und Fachkenntnis bekannt“, sagt Alfons Haag. Der frühere Bürgermeister hat über viele Jahre in der Verwaltung mit Mayer zusammen gearbeitet.

„Zur Zeit von Andreas Mayer hatte das Sozialamt große Bedeutung, weil die Leistungen noch dort abgewickelt wurden“, erinnert sich Haag. Bei Mayer habe es „jeden Tag sehr viel Publikumsverkehr gegeben“. Denn die Leute hätten ihr Geld abgeholt oder um Hilfe gebeten. „Er kannte alle Sozialhilfeempfänger persönlich und hat es in großartiger Weise geschafft, die Möglichkeiten auszuloten, um Menschen in Not zu unterstützen – wenn er das für erforderlich hielt“, erzählt Haag. Denn gleichzeitig sei Mayer, der „Andl“ gerufen wurde, sehr korrekt gewesen.

Mehr als 40 Jahre im Rathaus

Im Jahr 2000 verabschiedete Haag den Amtsleiter in den Ruhestand – nach mehr als 40 Jahren in der Bürstädter Verwaltung. Denn Mayer hatte seine Lehre 1958 bei der Bundesbahn begonnen, diese aber aufgrund einer Erkrankung im Rathaus von Bürstadt abgeschlossen. Danach durchlief er etliche Qualifikationen und Beförderungen – bis zum Oberamtsrat und Chef des Sozialamtes. „Seine Arbeit war für ihn auch eine Berufung“, meint Erster Stadtrat Walter Wiedemann, ebenfalls ein langjähriger Weggefährte. Mayer war seit fast 50 Jahren Mitglied der CDU. In seiner Freizeit engagierte er sich mit seiner Frau Gisela bei der Bewegungs- und Rehasportgemeinschaft (BRSG), zudem hat er über Jahrzehnte die Geschäftsstelle der Fleischer-Innung unterstützt. cos

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