Bürstadt

Kirche Verwaltungsrat von St. Michael rechnet mit rund 700 000 Euro für restliche Sanierung

Arbeiten sollen 2020 beginnen

Bürstadt.Der Heilige Michael soll in neuem Glanz erstrahlen, genau wie das ergraute Kirchenschiff und die Kuppel: Im Verwaltungsrat von St. Michael laufen bereits die Planungen für die restliche Sanierung der schmucken Pfarrkirche. Fest steht bereits, dass diese ähnlich teuer werden wird wie die Sanierung des Kirchturms. Diese hatte 760 000 Euro gekostet.

„Ganz grob rechnen wir mit Kosten von rund 700 000 Euro“, sagt Manfred Hartmann. Er ist im Verwaltungsrat für das Kirchengebäude zuständig. „Geplant ist das Ganze im Jahr 2020.“ Das Architekturbüro sei bereits beauftragt und habe alte Baupläne und Unterlagen bekommen. „Sicherlich folgen noch Begehungen vor Ort, um eine detaillierte Kostenschätzung erstellen zu können.“

Auf Spenden angewiesen

Auf Diözesanebene soll dann im kommenden Jahr die Finanzierung geklärt werden, so Hartmann. „Damit es fristgerecht in die Gremien für 2019 kommt, brauchen wir die Kostenaufstellung noch in diesem Jahr.“ Den Anteil, den die katholische Gemeinde in Bürstadt trägt, kennt Manfred Hartmann daher noch nicht. Spenden werden aber schon seit geraumer Zeit gesammelt. Das Kirchmaifest ist vor sechs Jahren speziell für die Renovierung initiiert – und seither beibehalten – worden. In die Kasse fließt zudem der Erlös aus dem Pfarrfest, dem traditionellen Bazar, sowie einmal im Monat die Türkollekte. Außerdem kommen immer wieder private Spenden dazu. „Das sind oft kleinere Beträge, aber es kommt nach und nach was zusammen“, sagt Hartmann.

Bei den Arbeiten geht es nicht nur um einen neuen Anstrich, sondern auch um Ausbesserungen am Dachgebälk der historischen Kirche. „Die Mängel an der alten Holzkonstruktion müssen zeitnah behoben werden. Aber es ist keine Gefahr im Verzug“, betont Hartmann. Anders als am Turm: Vor drei Jahren hatten sich faustgroße Brocken aus dem Sandstein gelöst. Zudem soll der Sockel in der Peterstraße wieder verputzt werden. „Das Mauerwerk war aufgrund von Feuchtigkeit freigelegt worden. Inzwischen ist alles ausreichend abgetrocknet“, sagt Hartmann.

Wenn nun noch die Front mit dem Heiligen über dem Eingangsportal sowie das Langhaus einen neuen Anstrich – farblich passend zum Turm – erhält, gibt St. Michael wieder ein einheitliches Bild ab. „Dann wäre erstmal Ruhe“, hofft Hartmann.

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