Bürstadt

Ausflug Leiter Ulrich Nieß führt die Gruppe durch das Mannheimer Stadtarchiv

Arbeitskreis Ortsgeschichte besucht Marchivum

Archivartikel

Bobstadt.Das war schon ein besonderes Erlebnis für die Mitglieder des „Arbeitskreises Ortsgeschichte“, die von Professor Dr. Ulrich Nieß durchs Marchivum in Mannheim geführt wurden. Vor allem, weil die Gruppe schon vor einiger Zeit das damalige Stadtarchiv im Collini-Center besucht hatte. Da war die neue Einrichtung im umgestalteten Ochsenpferch-Bunker rundum eindrucksvoll.

Nach kurzer Begrüßung durch Nieß dankte Arbeitskreis-Sprecher Volker Utz für die Einladung und überreichte als Gastgeschenk die Bobstädter Chronik. Sichtlich freute sich Utz mit den Vereinskollegen auf die Besichtigung des Stadtarchivs mit einem Blick ins Ordnungssystem, wenn sich auch der Umfang des Bobstädter Archivs im Vergleich der Einwohnerzahlen eher im Promille-Bereich bewege, wie er launig feststellte.

Kilometerweise Dokumente

In Mannheim misst sich die Länge der Regale, in denen Dokumente auf Pergament und auf viel Papier liegen, nach Kilometern. Allerdings wird der Aktenbestand nach und nach digitalisiert und kann dann in Leseräumen auf Bildschirme geholt werden. Sehr interessant war der Blick in die Haustechnik mit Heizung und Klimaanlagen. Dass das etwas größer ausfällt als im Keller eines Einfamilienhauses, lässt sich denken. Das besondere Problem, das im Mannheimer Stadtarchiv besteht ist, dass die Aktenbündel und das Film- und Fotomaterial sehr unterschiedliche Bedingungen bei Temperatur und Luftfeuchtigkeit erfordern.

Kaum Sorgen macht dagegen die Wärmedämmung hinter den dicken Stahlbetonmauern des Gebäudes. Auch um die Statik brauchten sich die Architekten beim Umbau nicht zu sorgen. Aus diesem Grund ließen sich die zwei neuen Obergeschosse mit Büros, Versammlungs- und Seminarräumen relativ einfach auf die Archivräume setzen.

Bewahren und Erforschen

Das fachgerechte Aufbewahren der Archivalien ist dabei eine zentrale Aufgabe der Archivare des Marchivums. Daneben kümmer diese sich um die Aufarbeitung der Nazizeit in all ihren Facetten.

Zudem werden fortlaufend Ausstellungen zur Stadtgeschichte angeboten. So gab es in den letzten Monaten einen Rückblick auf die Bundesgartenschau und es folgt jetzt ein Vergleich Mannheims mit seiner chinesischen Partnerstadt Quingdao.

Enge Zusammenarbeit

Daneben bietet das Marchivum den Nachbarstädten Mannheims über die Landesgrenzen hinweg Zusammenarbeit an.

Aktuell hat die Stadt Viernheim ihr Archiv in den Bunker gebracht, wo das Material fachgerecht einsortiert wird. Dieses Angebot gilt natürlich auch für andere Städte. Dementsprechend steht auch das Marchivum den Heimatforschern aus der Umgebung für ihre Recherchen offen. eib

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