Bürstadt

Kinder- und Jugendliteratur Ulrike Münch schreibt Bücher und ist Trauerbegleiterin

Autorin liest bei PaHoRi

Archivartikel

Bürstadt.„Eigentlich wollte ich ein Filmdrehbuch schreiben, und als ich anfing, da entwickelte es sich zu einem Buch“, berichtet Autorin Ulrike Münch, die ihre Kinder- und Jugendbücher über die beiden Helden Lukas und Moppel bei einer Lesung in den Räumlichkeiten der Palliativ- und Hospiz-Initiative im Ried vorstellte. Fünf Bücher umfasst ihre Fantasiebuchreihe „Auf den Spuren der Macht“, die sie innerhalb von zwei Jahren geschrieben hat.

„Die ersten drei Bücher, die liefen mir einfach gut von der Hand, dann machte ich eine kleine Pause und schrieb die nächsten zwei Bücher“, erzählte sie. Wobei die Idee zu ihrem Drehbuch, das dann zu einem Buch wurde, entstand schon um das Jahr 2008. Und auch das Buch entwickelte sich bereits damals. Doch erst 2017 ging es in Druck, damals noch in Verbindung mit einem Verlag. Heute liegen die Rechte an ihren Büchern wieder in eigener Hand, und sie macht alles in Eigenregie. Wobei die Buchreihe nun abgeschlossen ist.

Langweilig wird es Münch aber nicht: Sie ist Gründerin einer eigenen Puppenbühne in Hockenheim, gehört auch dem Team der Polizei-Puppenbühne des Kreises Bergstraße an, gibt Lesungen in Schulen. Und die Lampertheimerin ist seit zwei Jahren bei PaHoRi ausgebildete Hospiz- und Kinder-Trauerbegleiterin . „Ganz toll ist, dass sie in Schulen geht, um dort mit den Jugendlichen über Sterben und Tod zu sprechen“, lobte Gaby Weiß- Szpera von PaHoRi. „Die Jugendlichen sind sehr interessiert an diesem Thema. Auch, weil sie oft von Erwachsenen keine Antworten bekommen. Viele Erwachsene möchten oder können darüber mit Kindern und Jugendlichen nicht sprechen, dabei haben die Heranwachsenden viele Fragen“, weiß Ulrike Münch aus ihren Erfahrungen.

Mit der Lesung in den neuen Räumlichkeiten von PaHoRi wolle man diese Örtlichkeiten öffnen, einladen zu kommen, zeigen, dass sich hier nicht alles nur um Sterben, Tod und Trauer handelt. Letztlich geht es um das Leben und seinen Facettenreichtum. Dazu gehört der Mensch mit seinen vielfältigen Interessen. Die Lesung war besonders für die junge Generation gedacht, für Kinder und Jugendliche, die gerne spannende Geschichten hören. Von der Zielgruppe waren dann aber keine Zuhörer da.

Doch im kleinen Kreis konnte Münch interessierten Erwachsenen aus ihrem ersten Band „Auf den Spuren der Macht – Das Ornament“ vorlesen. In ihren Büchern geht es um Lukas, der Asthmatiker ist und von seiner Familie sehr verwöhnt und behütet wird. Das Fantastische bricht über Nacht in seine Welt ein. Aus einem Traum heraus manifestieren sich eine Karte und ein Säckchen mit Bruchstücken eines Ornaments. Geübt in Geheimschriften – diese Kenntnisse hat er sich beim ‚Knacken‘ des Tagebuchs seiner Schwester angeeignet – kann er sich zusammenreimen, dass das fertige Ornament ein Gebilde mit großer Macht ergeben würde.

Abenteuerlust geweckt

Zusammen mit seinem selbstbewussten Freund Moppel geht er der rätselhaften Sache auf den Grund. Hierbei reist er mit Hilfe eines magischen Buches und des Ornaments durch Raum und Zeit. Hauptbeweggründe sind für ihn nicht nur die Abenteuerlust. Sondern er sieht darin auch die Chance, sich zu beweisen, um es am Ende mit dem fiesen Schulkameraden Kai-Uwe aufzunehmen, der ihn in der Schule hänselt und erniedrigt. Somit verbinden sich aktuelle Probleme des Jungen mit dem Konflikt Gut gegen Böse.

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