Bürstadt

AWO-Geschäftsführer Sebastian Parker sieht Pläne kritisch

Bereits vor vier Jahren hat die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bergstraße geplant, in Bürstadt auf dem Turnvater-Jahn-Platz ein Sozialzentrum zu bauen: mit Wohnungen für Behinderte und Senioren. Das Projekt scheiterte am Widerstand der Anwohner. Seither sucht die AWO mit der Stadt nach einer neuen Fläche für ihr Großprojekt. Dass nun die Behindertenhilfe Bergstraße (bhb) Wohnformen für 25 Behinderte in Bürstadt realisieren will, gefällt AWO-Geschäftsführer Sebastian Parker gar nicht: „Das ist ein echtes Problem“, sagt er auf Anfrage des „Südhessen Morgen“. „Wir haben zwar ein etwas anderes Konzept, weil wir eher betreutes Wohnen anbieten und die Behinderten nicht rund um die Uhr begleiten wollen. Aber es gibt trotzdem Überschneidungen. Konkurrenz ist sicher nicht hilfreich.“ Das habe er mit dem AWO-Kreisvorsitzenden Ludwig Kern bereits im Herbst Bürgermeisterin Bärbel Schader bei einem gemeinsamen Gespräch verdeutlicht. „Dass die Politik mehrgleisig fährt, kann ich nicht verbieten, aber das schwächt unsere Entwicklungs- und Finanzierungsmöglichkeiten deutlich.“ Parker sieht mögliche Zuschüsse für sein Sozialzentrum gefährdet. Ursprünglich kalkulierte die AWO mit Gesamtkosten von 4,5 Millionen Euro. Aber das war vor vier Jahren, neue Berechnungen gibt es laut Parker noch nicht. cos

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