Bürstadt

GBG Viergeschossige Anlage auf dem Gelände neben der Feuerwehr geplant

Baupläne stoßen auf Unmut

Archivartikel

Riedrode.Die Gemeinnützige Baugenossenschaft (GBG) hat sich nach neuen Arealen umgeschaut, auf denen sie sozialen Wohnungsbau realisieren kann. Und ist in Riedrode am Gelände neben der Feuerwehr fündig geworden.

Bisher besteht der Wunsch, auf dem Grundstück eine möglicherweise viergeschossige Anlage zu errichten. Das stieß vor allem beim Ortsbeirat und der anwesenden Riedroder Bürgern auf Unmut. Diese durften vor der Sitzung Fragen stellen, die dann im Laufe des Abends beantwortet wurden.

Bürgermeisterin Bärbel Schader stellte klar, dass es sich lediglich um eine erste Anfrage der GBG handele. Das Areal sei allerdings als Baugebiet im Flächennutzungsplan vorgesehen.

Marion Vonderheid (CDU) betonte, dass das Gebiet schon länger von ihrer Partei als mögliche Erweiterungsfläche für Wohnen vorgesehen sei. „Es ist ein Filetstück“, war ihre Ansicht. Allerdings müsse geprüft werden, wie hoch dort gebaut werden könne, damit sich neue Gebäude in das Ortsbild einfügen würden. Das bisher höchste Gebäude im Ort sei maximal dreigeschossig. Und sie schlug vor, auch in Sachen Mehrgenerationenhaus zu denken. „Es braucht ein gutes Konzept und es sollte nicht nur in Richtung sozialer Wohnungsbau geschaut werden“, war ihre Meinung. Edith Appel-Thomas (SPD) stimmte dem zu, dass sozialer Wohnungsbau sehr wichtig ist, aber sie kritisierte ebenfalls die von der GBG angedachten vier Geschosse. Erich Standfuß (CDU) gab zu bedenken, dass das Areal auf einer Altrheinschlinge liege.

Viele Anfragen

„Das ist allerdings die einzige Fläche in Riedrode, die für eine Erweiterung der Bebauung da ist. Und wir haben viele Anfragen von Riedroder Bürger, die gerne hier bauen würden“, erklärte die Bürgermeisterin.

Die Kritikpunkte und Anregungen des Ortsbeirats wurden festgehalten, denn eine Abstimmung war nicht vorgesehen. Die GBG soll in einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung, zu dem auch der Ortsbeirat eingeladen wird, eine nähere Planung dessen präsentieren, was sie sich auf dem Areal vorstellt.

Ein Bebauungsplan soll in einem weiteren Schritt erstellt werden. „Wir sind gerade dabei, ein Wohnraumkonzept zu erstellen, die Ausschreibung dafür läuft derzeit und das Projekt soll bald vergeben werden. Die Stadt will bewusst mit möglichen Investoren in Kontakt treten“, erklärte die Bürgermeisterin anschließend. Dafür würden sämtliche geeignete Flächen in Bürstadt und Bobstadt geprüft. 

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