Bürstadt

Palliativ- und Hospiz-Initiative Interne Probleme beigelegt / Vorsitzender Wolfgang Zeißner macht mit neuem Vorstandsteam weiter

Beratungsangebot weiter ausgebaut

Archivartikel

Bürstadt.Auch ein großes, erprobtes und gut beflaggtes Hospizschiff kann in einen heftigen und unerwarteten Sturm geraten. Bei der Jahreshauptversammlung der Palliativ- und Hospiz-Initiative im Ried (PaHoRi), die im großen Bürgerhaussaal in Anwesenheit des Ersten Stadtrats Walter Wiedemann stattfand, wurde deutlich, dass zwischenmenschliche Unverträglichkeiten zwischen Vorstand und Koordination fast das Ende der Einrichtung hätte bedeuten können.

Vorsitzender Wolfgang Zeißner berichtete von Problemen zwischen Vorstand und Koordinatorin Weiß-Szpera. Nach anwaltlicher Beratung und einem Mediations-Gespräch seien diese mittlerweile beigelegt. Zudem trat der Vorstand, mit Ausnahme des ersten Vorsitzenden, nicht mehr zur Wiederwahl an.

Ansonsten gab es viel Positives bei der Jahreshauptversammlung zu berichten. Denn PaHoRi konnte nicht nur Anfang dieses Jahres bei einem „Tag der offenen Tür“ die neuen Räume der Öffentlichkeit vorstellen, sondern auch zwei neue Koordinatorinnen gewinnen.

In der Fachrichtung Kinder und Jugendliche werden Petra Bauer sowie Antje Egle (Fachrichtung Pflegeeinrichtungen), die Arbeit von Koordinatorin Gaby Weiß-Szpera unterstützen. Der ambulante Dienst will auch zukünftig als Anlaufstelle und hilfreiche Unterstützung bei schwerer Krankheit, Tod und Trauer für die Menschen im Ried da sein.

Die 34 ehrenamtlichen Hospizbegleiter hatten im vergangenen Jahr 63 Menschen bis zum Lebensende begleitet. Bei fünf Kranken stabilisierte sich der Gesundheitszustand, die Unterstützung konnte daher beendet werden.

Zusätzlich fanden 65 Gespräche und Beratungen ohne Begleitung statt. Neben der Sterbe- und Trauerbegleitung wurde die Fortbildung großgeschrieben. In Ausübung des Ehrenamtes wurden insgesamt fast 10 200 Kilometer als Wegstrecke gefahren.

Zu den umfangreichen Angeboten gehört aber auch die Vorsorgeplanung in Form von Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten. Hier wurden 75 persönliche Beratungen geboten. Zudem haben die Verantwortlichen wichtige Kontakte, Kooperationen und Netzwerke ausgebaut.

Neuer Kurs im September

Im September soll ein neuer Qualifizierungskurs stattfinden. Petra Bauer, die bereits die zweite Kindertrauergruppe beenden konnte, will das Kinderangebot weiterhin in Schulen und im Konfirmationsunterricht bekannt machen. Antje Egle betreut sieben Altersheime und ist in einer Behinderten-Einrichtung aktiv. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Bauer bietet sie die Begleitung von Kindern an, die auch während der Corona-Zeit ihre Großeltern besuchen möchten. Fell

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional