Bürstadt

Buchtipp Iris Held empfiehlt „Und jenseits der Berge das Leben“

Berührende Geschichte

Bürstadt.Das Bücherei-Team von St. Michael in Bürstadt empfiehlt regelmäßig Romane, Krimis und Sachbücher im „Südhessen Morgen“, die ihnen besonders gut gefallen haben. Diesmal berichtet Iris Held über ihr jüngstes Lesevergnügen:

Elizabeth Musser thematisiert in ihrem Buch „Und jenseits der Berge das Leben“ das Schicksal von Flüchtlingen, die nach Österreich kommen, und von verfolgten Christen im Iran. Im Mittelpunkt steht die ehemalige Bibelschmugglerin Bobbie Blake aus Atlanta. Sie ist schwer krebskrank und möchte die „Oase“ bei Wien besuchen, eine christliche Hilfseinrichtung für Flüchtlinge aus muslimischen Ländern.

Bobbie fährt mit ihrer Nichte Tracie nach Österreich und trifft in der Oase nicht nur Menschen aus verschiedenen Kulturen, sondern auch ihre große Liebe Amir, den sie vor Jahren zurück gelassen hat, um sich ihrer verwitweten Schwester und deren Kindern anzunehmen. Parallel dazu erlebt der Leser die Flucht des Iraners Hamid und seiner Familie. Wegen ihres Interesses am christlichen Glauben wird die Familie in ihrer Heimat ausgegrenzt.

„Der Roman ist flüssig geschrieben und spannend erzählt“, findet Iris Held. Der Glaube spielt ihrer Ansicht nach eine große Rolle, und es wird deutlich, wie die Mitarbeiter der Oase (die tatsächlich existiert) auf das aktive Eingreifen Gottes vertrauen und auf die aktuelle politische Situation eingehen. So lag in den 90er Jahren der Schwerpunkt der Arbeit auf dem Schmuggel von Bibeln in den kommunistischen Osten, während jetzt muslimische Flüchtlinge unterstützt werden.

Das Fazit von Iris Held: eine berührende Geschichte auf dem Hintergrund wahrer Begegnungen. zg

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