Bürstadt

Bobstädter sind die Verlierer

Zu den Plänen der CDU, den Beethovenplatz zu begrünen:

Da muss es den Bobstädter Bürgern in den Ohren klingeln. Der kahle Beethovenplatz in Bürstadt soll nach den Vorstellungen der Mehrheitspartei künftig das grüne Herz und Treffpunkt unter ökologischem, ökonomischem Gesichtspunkt der Bürstädter werden. Von einer baulichen Verdichtung, wie noch vor zwei Jahren ist keine Rede mehr.

Bienenfreundliche Blühstreifen, öffentliche für alle zugängliche Obst-und Gemüsegärten, Glyphosatverzicht, Tempolimit auf allen Straßen, Reduzierung von Kohlendioxid – alles wohlbekannte Absichtserklärungen im Hinblick auf den Machterhalt. Entgegen dieser Zukunftsvisionen sind die Bobstädter Bürger als Verlierer anzusehen. Die letzte Grüne Lunge beziehungsweise das grüne Herz, der ehemalige Messplatz wurde mit massiven Bauwerken und Zustimmung aller politischen Gremien zugebaut. Ein zum Leben gesunder Luftaustausch findet nicht mehr statt, einen Messplatz mitten im Ort gibt es nicht mehr, jetzt muss ein Parkplatz am Ortsrand dafür herhalten. Doch es gibt noch etwas Grünes in Bobstadt, die Chausseeallee mit einem Sumpfloch und Naturwiesen, in der Nähe der Bahnlinie und weitab des Dorfzentrums. Ob man das als grünes Herz bezeichnen kann? Da hat man seine Zweifel. Ein schön angelegter Park mit Bäumen und viel Grün neben dem Spielplatz, das hätte das Grüne Herz in Bobstadt auf dem ehemaligen Messplatz werden können. Leider kommt die scheinbare Ansicht der Kommunalpolitiker für die Bobstädter Bürger zu spät. Ein Zurück zu gesunder Wohnkultur gibt es nicht mehr, dank dem politischen Willen und entgegen dem Willen der meisten Anwohner in der Umgebung des nicht mehr vorhandenen Messplatzes. Unter diesem Gesichtspunkt kann man nur sagen: Politische Architekten können ihren Kunden nur raten, Efeu statt großer Bäume für die grüne Lunge zu pflanzen.

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