Bürstadt

Feuerwehr Ehrungsabend im Historischen Rathaus in Bürstadt / Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller beschreibt die schwierigen Rahmenbedingungen

Brandschutz oft Familiensache

Archivartikel

Bürstadt.Wie wichtig die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr in Bürstadt ist, machte Bürgermeisterin Bärbel Schader beim Ehrenabend der Brandschützer deutlich. Sie erinnerte an den „Jahrhundert-Regen“, der im Juni dieses Jahres die Freiwilligen von 17 bis 1.30 Uhr nachts gefordert hatte. Und sie betonte, dass die Weiterentwicklung der Stadt auch von einem intakten Feuerwehrwesen abhänge.

Im Saal des Historischen Rathauses hatte Feuerwehrvereinschef Alfred Engert aktive und passive Mitglieder der Wehr begrüßt. Unter ihnen Menschen, die seit 50 Jahren aktiven Dienst leisten. Der Spielmannszug der Feuerwehren Bürstadt-Hofheim unter der Leitung von Erik Minnder sorgte für den musikalischen Rahmen.

Auf immer schwierig werdende Rahmenbedingungen machte Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller aufmerksam. Waren in früheren Zeiten im Kreis Bergstraße etwa 4500 Feuerwehrleute im Einsatz, ist diese Zahl auf etwa 3000 Aktive geschrumpft. Und das, obwohl sich – wie in Bürstadt zu erleben – ganze Feuerwehrfamilien einbringen. So wie die Jakobs, Rettigs, Hahns oder Winklers in Bürstadt. Friedrich Winkler, Helmut Baierle und Wolfgang Rettig bekamen das Goldene Brandschutzehrenabzeichen der Sonderstufe (50 Jahre).

Kerstin Winkler wurde für ihr Engagement als Jugendfeuerwehrwartin von Kreisjugendfeuerwehrwart Lutz Machleit mit der Floriansmedaille in Silber ausgezeichnet. Der ehemalige Wehrführer Burkhard Jakob erhielt das Brandschutzverdienstabzeichen am Bande.

Seit 15 Jahren als unverzichtbarer Garant für musikalischen Einsatzwillen, gute Laune und handwerkliches Geschick ist Markus Klein bekannt. Stefanie Bär konnte ihm das hessische Musikerehrenabzeichen in Bronze an das Revers heften.

Städtische Ehrungen

Wurden die aktiven Mitglieder von Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller, Stadtbrandinspektor Uwe Schwara und den gemeinsamen Bürstädter Wehrführern Simon Lambrecht und Christian Schembs geehrt, so übernahmen Bürgermeisterin Bärbel Schader und Erster Stadtrat Walter Wiedemann die städtischen Ehrungen.

Doch einer platzte an diesem Tag fast vor Stolz: Josef Landgraf, der erste Jugendwart in der Geschichte der Bürstädter Wehr, freute sich über die Ehrung „seiner Buben“: Helmut Baierle, Friedrich Winkler und Wolfgang Rettig. Sie gehörten damals zu „seiner“ Truppe. Landgraf selbst ist seit 60 Jahren Feuerwehrmitglied und auch heute noch festes Bestandteil der Feuerwehrfamilie.

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