Bürstadt

Tiere Thema erneut im Umweltausschuss

Bürger drängen auf Hundewiese

Bürstadt.Seit fast fünf Jahren geistert das Thema durch politische Gremien, soziale Netzwerke und bietet viel Stoff für Gespräche in Bürstadt: die Hundewiese. Am Dienstag beschäftigt sich der Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss erneut mit der Thematik, am Mittwoch steht sie dann bei der Stadtverordnetenversammlung auf dem Plan.

Zwei Termine, auf die Diana Bailly und ihre Mitstreiter mit Spannung blicken. „2016 wurde uns bei der Eröffnung der ,alla hopp!’-Anlage versprochen, dass eine Hundewiese kommt. Quasi ein ,alla hopp!’ für Hunde, hieß es. Seitdem kämpfen wir um das Gelände“, erzählt die 40-Jährige. Sechs Hundebesitzer seien es, die seit Anfang an dabei waren, im sozialen Netzwerk Facebook umfasst die Gruppe zudem über 100 Mitglieder. „Es ist sehr ernüchternd, wenn man die lange Zeit betrachtet. Man ist teilweise auch sehr genervt. Etliche Hundebesitzer sprechen einen an, was denn nun mit der Wiese sei. Viele glauben schon gar nicht mehr, dass sie umgesetzt werden wird.“ Doch die Gruppe werde nicht aufgeben: „Wir wollen mit der Stadt Bürstadt diese Hundewiese realisieren“, betont Bailly.

Von der Leine lassen

Eine solche Auslaufmöglichkeit sei für Hunde wichtig – trotz Wald- und Wiesenflächen rund um die Stadt. „Grünflächen dürfen mit Hund in Bürstadt nicht betreten werden. Dazu kommt die Setz- und Brutzeit, bei der die Tiere nicht von der Leine gelassen werden dürfen. Das fängt im März/April an und endet im Oktober.“ Setzlinge auf den Feldern würden so ebenso geschützt, wie Bodenbrüter oder Wild, die Nachwuchs aufziehen. „Aber irgendwo muss auch der Hund freilaufen und toben können.“

Seit Frühjahr 2018 steht das Gelände fest: südlich der B 47 und östlich der Riedbahn. Geplant ist, dieses mit einem 1,60 Meter hohen Zaun zu umranden. „So können die Tiere rumrennen und durch die Höhe den Zaun nicht überspringen“, so Bailly. Irgendwann könnte noch eine Bank platziert werden und eine Wasserpumpe. „Erst einmal wäre es aber toll, wenn wir den Zaun bekommen würden.“ Bürstadt sei doch die Stadt mit Herz: „Es wäre schön, wenn sie auch ein Herz für Hunde hätte.“

Guter Dinge, das Thema bald ad acta legen zu können, ist zumindest Henry Riechmann, Umweltberater bei der Stadt Bürstadt und zuständig für die Hundewiese. „Die Änderung des Flächennutzungsplans sowie der Bebauungsplan, der nötig war, weil ein Zaun gebaut werden soll, wurden bis 21. August noch einmal offenlegt. Da kamen jedoch fast keine Anmerkungen.“ Werden beide Punkte in der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch als Satzung beschlossen und bekanntgegeben, sei der Bebauungsplan rechtskräftig. – und man könne zeitnah loslegen.

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