Bürstadt

Freizeit Am Stadtfest-Sonntag Tag der offenen Tür / Peterstraße für Oldtimer-Ausstellung gesperrt

Bürstadt feiert mit Museum

Bürstadt.Die Bürgermeisterin ist hin und weg. Sie ist erklärter Fan des Heimatmuseums. Und an diesem Dienstagmorgen zum Pressegespräch scheint auch noch die Sonne in den herrlichen Innenhof in der Peterstraße 11. „Das ist Bürstadts Schatzkiste“, ruft Bärbel Schader dem Prokuristen von Energieried, Stefan Fella, zu. Das Versorgungsunternehmen ist wieder Hauptsponsor des Stadtfests am übernächsten Wochenende.

Und Fella, neu in Bürstadt, ist sofort begeistert. Zum Stadtfest öffnet das Heimatmuseum seine Türen. „Ich finde es wunderbar, dass wir diese Veranstaltung unterstützen können“, sagt Fella und lässt den Blick über das ehrwürdige Gemäuer schweifen. Edgar Gräf, der Eigentümer des privaten Museums, seine Gattin Waltraud, Bruno Gündling, der unermüdliche Heimatkundler, und die Bürgermeisterin erklären die Besonderheiten dieser 1000 Quadratmeter im Herzen Bürstadts.

Das Fachwerkhaus stammt aus den 1730er Jahren. Es war einst das Brückmann’sche Haus, der Mädchenname von Waltraud Gräf. Die Eheleute haben es so aufwendig wie liebevoll saniert und wohnen darin. Genau so viel Leidenschaft steckt in den anschließenden Museumsräumen und der Ausstellung historischer Exponate in Hof und Garten.

Hier können sich die Besucher am Stadtfest-Sonntag umsehen. Sie werden zum Beispiel erfahren, dass es in den 1950er Jahren 15 Musikkapellen in Bürstadt gab. Sie erleben, wie es zu dieser Zeit in einem Klassenzimmer ausgesehen hat. Die Schreinerwerkstatt gehöre schon seit jeher in die Peterstraße 11, erklärt Edgar Gräf. Der 80-Jährige nimmt die Gäste mit hinein und zeigt ihnen die Werkbänke und Werkzeuge von einst. Es ist alles da. Bis auf Stromkabel und Steckdosen.

Traktoren von Porsche

Gräf macht sich für seinen Tag der offenen Tür immer Gedanken über neue Angebote für die Besucher. Dieses Mal wird die Straße vor dem Haus gesperrt – für seine Oldtimer-Ausstellung. Dort werden vier Porsche-Traktoren aus den 1950er und 1960er Jahren stehen. Auf den Porsche Master ist Gräf besonders stolz, weil es nur noch ganz wenige davon gibt. Horex, NSU Max, NSU Fox, BMW und Vespa heißen die Raritäten mit zwei Rädern, auch aus den 50er, 60er Jahren. Wie die Autos, die Gräf gesammelt hat, unter anderem ein Opel Admiral.

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