Bürstadt

Fördermittel Stadt erhält Zuschüsse aus Bundes- und Landesprogrammen / Bewegungskindergarten und die Umgestaltung am Bahnhof gehören zu den Projekten

Bürstadt freut sich über 5,4 Millionen Euro

BÜRSTADT.Während geförderte Projekte gerade umgesetzt werden, kann Bürstadt bereits mit neuem Geld für städtebauliche Vorhaben planen. Insgesamt erhielt die Verwaltung binnen einer Woche rund 5,4 Millionen Euro Fördermittel aus vier Zuwendungsbescheiden. Das Geld aus diversen Landes- und Bundestöpfen soll besonders in das Großprojekt „Soziale Stadt“ mit dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK), in Wohnraum- und Mobilitätskonzepte sowie in den Sport- und Bildungscampus fließen. Ein weiterer Bescheid richtet sich an die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes.

Auf einer eigens dafür anberaumten Pressekonferenz sprach Bürgermeisterin Bärbel Schader von einer „Erfolgswoche“ für Bürstadt. Nachdem die finanzielle Unterstützung aus den „Aktiven Kernbereichen“ in den vergangenen Jahren die Grundlage für die Innenstadt gelegt habe, würden sich nun ganz neue Möglichkeiten ergeben. „Ohne die Förderprogramme hätten wir keinen Marktplatz, könnten den Bahnhof nicht umbauen, und der Sport- und Bildungscampus bliebe ein Traum“, betonte die Rathauschefin.

Allein 4,4 Millionen Euro fließen in die Städtebau- und Mobilitätsförderung. Dazu kommt ein städtischer Eigenanteil von über 800 000 Euro. Im vergangenen Jahr habe man laut Schader 2,5 Millionen Euro Landesmittel erhalten. Zum Vergleich: Insgesamt hat die Stadt im Haushalt für das Jahr 2020 Investitionen in Höhe von etwa 14 Millionen Euro geplant. Die neuerlichen Mittel werden allerdings nicht komplett im kommenden Jahr verbraucht, da sich die Projekte über mehrere Jahre ziehen.

Der erste Bewilligungsbescheid kommt einmal mehr aus dem Projekt „Soziale Stadt“ und lässt die Verwaltung zwei Millionen Euro ausgeben, von denen sie 30 Prozent selbst trägt. Ende 2017 wurde Bürstadt in das Programm aufgenommen, die dritte Förderung erhöht das bisherige Gesamtvolumen auf 5,6 Millionen Euro. Zur Umsetzung hatte die Verwaltung das Unternehmen „NH-Projektstadt“ das ISEK ausarbeiten lassen. „Die finale Fassung liegt nun vor und wird im neuen Jahr veröffentlicht“, so Schader. Damit sollen dann gleich mehrere Projekte an den Start gehen.

Verwaltung setzt auf Partner

Die Verwaltung setzt dabei weiterhin auf Konzepte und Partner – so ist etwa das Diakonische Werk mit der Wohnungslosenhilfe beauftragt. Daneben soll das Geld ein Wohnraumentwicklungs-, ein Mobilitätskonzept, hier mit dem Schwerpunkt Radwege und Nibelungenstraße, sowie die Überarbeitung des Beethovenplatzes unter Beteiligung der Bürger ermöglichen. Außerdem soll ein Jugendgarten, ein generationsübergreifender Spielplatz und das Areal rund um den VfR davon bezahlt werden.

Der zweite Bescheid garantiert eine 90-prozentige Förderquote. Fast zwei Millionen Euro gibt es für den geplanten Bewegungskindergarten. Das reiche für Planung, Bau und Ausstattung.

Ein drittes Projekt befasst sich mit dem Bahnhofsumfeld. Wenn die Bahn im Frühjahr Aufzüge und Treppen fertiggestellt hat, will die Stadt in einem zweiten Bauabschnitt die Peripherie aufwerten. Mit rund einer Million Euro sollen die Zugangsbereiche über die Bensheimer Straße mit dem Parkplatz und die Industriestraße mit der Einrichtung einer Ampel und Ausstattung mit Radständern und -boxen überarbeitet werden. Abgerundet werde der Bahnhofsumbau dann mit der Herrichtung der Fläche zwischen Bahnsteig und Gebäude sowie dem Bahnübergang.

Die vierte Zuwendung soll den Bau einer überdachten Halle, einer interaktiven Tribüne und einen Kunstrasen möglich machen. Details dazu wurden noch nicht vorgestellt.

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