Bürstadt

Verkehr Bauarbeiten für den letzten Abschnitt beginnen am Montag / Aufzugschächte gestalten sich schwierig

Bürstädter Bahnhof auf der Zielgeraden

Archivartikel

Bürstadt.Von vorne hat sich der Bürstädter Bahnhof schon schick gemacht, an der Rückseite gibt es noch einiges zu tun: Am Montag, 20. Juli, beginnen die Bauarbeiten für die neue Park & Ride-Fläche an der Bensheimer Straße. Und auch die Vorbereitungen für die beiden Aufzüge zur Riedbahn laufen auf Hochtouren. Bis spätestens zum Frühjahr soll alles fertig werden. Dann wird kräftig gefeiert, kündigt Bürgermeisterin Bärbel Schader an.

Noch bevölkern die Bautrupps der Deutschen Bahn die Fläche östlich des Bahndamms. Künftig können hier Pendler ihre Fahrzeuge abstellen. Rund 20 Parkplätze sollen hier entstehen, eingerahmt von einer kleinen Grünfläche. Vier neue Bäume sind ebenfalls vorgesehen. Auch an die Radfahrer wurde gedacht: Neben Abstellboxen sind überdachte Abstellflächen geplant, wie das Rathaus berichtet. Im gesamten Bereich wird zudem das Pflaster ausgetauscht, so dass der Belag zu dem schon sanierten Bereich vor dem Bahnhof passt.

Wenn alles fertig ist, präsentieren sich auch die beiden ebenerdigen Bahnsteige in neuem Gewand. Zudem wird am Bahnhofszugang an der Industriestraße kräftig gewerkelt. Es wird frisch gepflastert, Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder kommen, und ein neuer Baum ist vorgesehen. Für Fußgänger soll eine sichere Querung der Industriestraße geschaffen werden. Dafür wird die provisorische Ampel durch eine fest installierte Anlage ersetzt.

Stolperfallen entfernt

Rundum schön soll der Bahnhofsbereich aussehen: „Vollständig neu strukturiert und attraktiv“, sagt Bürgermeisterin Bärbel Schader. Dazu gehört für sie auch, dass die Treppenaufgänge saniert werden. Mit der Zeit gaben immer mehr Klinkersteine in den Stufen und Handläufen der Schwerkraft nach und hinterließen unschöne Lücken und Stolperfallen. Diese sind inzwischen aufgefüllt und mit frischer Farbe versehen. Genauso wie für die neuen Aufzüge ist hier die Bahn zuständig – darauf hat die Stadt in intensiven Verhandlungen bestanden. Mit den Aufzügen beginnt an der Kreuzung zwischen Riedbahn und Nibelungenbahn so etwas wie eine neue Ära. Bislang mussten alle Passagiere, die in Richtung Frankfurt oder Mannheim unterwegs waren, die Treppen erklimmen. Demnächst geht die Fahrt elektrisch nach oben.

Auf jeder Seite des Bahndamms sollen die Reisenden auch per Fahrstuhl zu den oberen Gleisen gelangen. Die sogenannten „Unterfahrten“ sind nun fertig, wie ein Bahn-Sprecher berichtet. Um auf Straßenhöhe halten zu können, brauchen die Fahrstühle ausreichend Platz für die Technik, die unterhalb der Kabinen angebracht ist. Im nächsten Schritt entstehen auf und an den Betonbauten die Schachtgerüste.

Damit die fertigen Aufzüge die Reisenden zu den Gleisen der Riedbahn bringen, musste bereits ein großer Aufwand betrieben werden. Die Aufbauten wurden weit in den Damm hineingebaut, damit die Fahrstühle in ihrer ebenerdigen Position ausreichend Platz haben. „Insgesamt werden 1,8 Millionen Euro für den barrierefreien Ausbau der Station investiert“, berichtet der Bahn-Sprecher. Vielleicht schon Ende des Jahres, spätestens aber im Frühjahr sollen die Arbeiten beendet sein. (mit mibu)

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