Bürstadt

Parteien Christdemokraten bestätigen Alexander Bauer als Vorsitzenden / Jürgen Eberle: Enormes Tempo vorgelegt

Bürstädter CDU präsentiert sich in Hochform

Archivartikel

Bürstadt.Das Wort "Jamaika" fällt auf der Jahreshauptversammlung der Bürstädter CDU nur ein einziges Mal. Der Vorsitzende des Ortsverbandes, Alexander Bauer, begrüßte die Mitglieder im voll besetzten Vereinsheim der Garten- und Naturfreunde - und wies auf die schwierige Gemengelage bei der Regierungsbildung in der Hauptstadt hin.

Die Tatsache, dass die CDU als stärkste Fraktion aus der Bundestagswahl hervorging, und das Direktmandat für Michael Meister bezeichnete er als Erfolg. Er dankte den Mitgliedern von Ortsverband und Junger Union für das monatelange Engagement im Wahlkampf. "Die CDU vor Ort ist stark und geschlossen", stellte er seiner Partei sowie Bürgermeisterin und Parteifreundin Bärbel Schader ein gutes Arbeitszeugnis aus.

Diese berichtete, man habe in den zurückliegenden Jahren in Bürstadt "dicke Bretter gebohrt" und den Spagat geschafft zwischen der Stabilisierung der Finanzen und der Umsetzung wichtiger infrastruktureller Maßnahmen. Grund dafür sei unter anderem die Teilnahme an verschiedenen Förderprogrammen, die finanzielle Mittel von Bund und Land nach Bürstadt fließen ließen: "Wir haben gut an die Tür geklopft." Bärbel Schader bekräftigte bei dieser Gelegenheit, bei der 2019 anstehenden Bürgermeisterwahl für eine zweite Amtszeit zur Verfügung zu stehen.

Kompliment vom Landrat

Fraktionsvorsitzender Jürgen Eberle sprach von einem enormen Tempo, das in Bürstadt herrsche: Inzwischen seien zwei Drittel der im Koalitionsvertrag mit der FDP festgelegten Themen umgesetzt.

Ein Kompliment gab es auch von Landrat Christian Engelhardt, der die Bürstädter als "extrem kampagnenstarke Vereinigung" lobte. Er gab zu, aufgrund der Ereignisse auf Bundesebene noch "konsterniert" zu sein und unterstellte der FDP um Vorsitzenden Christian Lindner bei den Jamaika-Sondierungen ein "abgekartetes Spiel". Den Liberalen sei es nur darum gegangen "etwas mehr für ihre Partei herauszuholen, anstatt sich in schwierigen Zeiten in den Dienst des Vaterlandes zu stellen".

Abgesehen vom politischen Tagesgeschäft zeigte sich der Ortsverband darüber hinaus als sehr umtriebig und gesellig. Egal ob Frauenfrühstück, Grillfest, Familientag, Ostereieraktion oder politischer Aschermittwoch, die Resonanz war stets gut. Und dass das Engagement in einer Partei durchaus eine sportliche Note haben kann, bewies man auf der ein oder anderen Radtour oder bei der Teilnahme am Kerwelauf, bei dem die CDU mit einem kompletten Team antrat. Die Frauen zeigten sich im Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth mit mehreren Aktionen von ihrer hilfsbereiten und aktiven Seite. Die CDU-Senioren genossen mit 48 Teilnehmern eine Fahrt an den Bodensee.

Dass die Parteimitglieder mit der Führung einverstanden sind, zeigte sich bei den Vorstandswahlen. Alexander Bauer wurde mit 39 Ja- und einer Nein-Stimme in seinem Amt bestätigt. Ähnlich gute Ergebnisse gab es für die anderen Angehörigen des Führungsgremiums.

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