Bürstadt

Integrationslotsen Ab November Sprechstunden bei Furniture

„Das ist eine Innovation“

Archivartikel

Bürstadt.Mehr als 2800 Menschen mit Migrationshintergrund leben in Bürstadt. Viele von ihnen kamen in den letzten Jahren als Flüchtlinge nach Deutschland – und leben seitdem in einem Land, dessen Sprache, Kultur und Bürokratie sie mühsam erlernen müssen. In Bürstadt stehen ihnen dabei sieben Integrationslotsen zur Seite, die dank einer halbjährigen Ausbildung beim Lernmobil Viernheim auf diese Aufgabe vorbereitet wurden.

Ihre Sprechstunden halten sie bisher in Schulen, im Jobcenter und im Bürstädter Rathaus statt – und ab November auch in den Räumlichkeiten der Firma Furniture. „Das ist eine Innovation, denn bisher gab es keine Kooperation mit der Wirtschaft“, teilte Bürgermeisterin Barbara Schader am Donnerstagabend im Saal des Gemeindezentrums St. Michael. Das mittelständische Unternehmen stellt Möbel für den schwedischen Einrichtungskonzern Ikea her und beschäftigt sehr viele Angestellte aus Osteuropa.

„Ohne die Zuwanderung aus dem Osten wäre unser Wachstum in den letzten zehn Jahren nicht möglich gewesen“, sagt Victor Filipascu. Der technische Geschäftsführer von Furniture berichtete, dass zahlreiche Angestellte die Corona-Regeln nicht verstehen würden oder Probleme bei der Kommunikation mit Behörden hätten. „Integrationslotsen, die ihre Muttersprache sprechen, wären eine große Hilfe“, so Filipascu. Die erste Sprechstunde finden am 9. November um 13.30 Uhr statt. tbö

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