Bürstadt

Corona-Pandemie Infektionen in Bürstadt weit gestreut / Etwa 20 akute Fälle im Altenheim St. Elisabeth

„Das waren die Weihnachtsfeiern“

Bürstadt.Die Infektionszahlen in Bürstadt gehen wieder deutlich nach oben. Der Kreis berichtet von immer neuen Fällen, allein am Wochenende wurden weitere elf Infizierte gemeldet. „Das waren die Weihnachtsfeiern“, ist sich Bürgermeisterin Bärbel Schader sicher. Die Zahlen von Silvester sind ihrer Ansicht nach noch gar nicht in die Statistiken miteingeflossen. „Das kommt erst noch“, davon ist sie überzeugt.

Das Ende der Fahnenstange sei also lange nicht erreicht. Zumal eine Ansteckung in der Familie in der Regel immer weitere Fälle nach sich ziehe. Deshalb gilt für Schader jetzt die oberste Regel: vernünftig sein und die Kontakte nur aufs Allernotwendigste beschränken. „Wir brauchen jetzt viel Geduld.“ Für sie ist absehbar, dass mit steigenden Infektionszahlen eine neue Ausgangsbeschränkung im Kreis ansteht – für die Bürgermeisterin eine absolut notwendige Maßnahme, um die Pandemie einzudämmen. Auch im Altenheim St. Elisabeth flauen die Fallzahlen noch immer nicht ab. „Wir haben durchgehend 20 Infizierte, sobald jemand gesund ist, kommt jemand neues dazu“, sagt Heimleiter Benedict Pretnar. „Wir sind ratlos“, fügt er noch an. Die Infektionsketten würden zwar möglichst genau nachverfolgt. Allerdings sei bislang kaum feststellbar, wie sich immer neue Bewohner und Mitarbeiter ansteckten. Alle 14 Tage ist die Bundeswehr für die Reihentestungen im Haus. Inzwischen steht auch der Impftermin fest: Am Montag, 18. Januar, rollen die mobilen Teams an. Geimpft werden könnten dann alle, die keine Infektionszeichen ausweisen, so Pretnar.

Rathaus-Chefin Schader hofft nun, dass die Impfungen schnell voran gehen – für sie gerade ein Lichtblick in schwierigen Zeiten. Wie die Bürgermeisterin berichtet, hat die Landesregierung in Wiesbaden inzwischen die ersten Briefe an die über 80-jährigen Bürger verschickt mit der Einladung, sich einen Impftermin zu sichern. „Wir haben einen solchen Brief zur Ansicht erhalten“, erläutert die Rathaus-Chefin. Zurzeit ist die Verwaltung dabei, Unterstützung dafür zu organisieren. Mit Seniorenberaterin Beate Weidner-Werle habe Schader bereits Kontakt aufgenommen. Die Caritas-Mitarbeiterin ist Ansprechpartnerin für Senioren aus Bürstadt, Biblis und Groß-Rohrheim. Bei ihr sieht Schader ältere Menschen gut aufgehoben, wenn sie Hilfe dabei brauchen, einen Impftermin zu vereinbaren. Unterstützung soll allerdings auch aus dem Rathaus kommen mit Gerasimoula Grigoraki, die bereits bei der Quartiersarbeit in der östlichen Innenstadt mit anpackt.

Ab 19. Januar soll das Impfzentrum in Darmstadt seine Türen öffnen. Schader hofft jetzt darauf, dass auch das Impfzentrum in Bensheim zügig seine Arbeit aufnehmen kann. Sie war bereits selbst vor Ort, hat sich alles angesehen, ist zuversichtlich und lobt: „Das ist bestens organisiert.“ sbo

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