Bürstadt

Wasserwerk Aufwendige Instandsetzung der denkmalgeschützten Anlage in Bürstadt

Der Trinkwasserbrunnen im Wald wird restauriert

Archivartikel

Bürstadt.Seit mehr als 100 Jahren kommt das Wasser für Worms aus dem Wasserwerk im Bürstädter Wald. EWR ist außerdem Vorlieferant für die Städte Lampertheim und Bürstadt. Eine über die Stadtgrenze hinaus beliebte Besonderheit des Wasserwerkes ist der von außen zugängliche Trinkwasserbrunnen. Hier können sich vorbeikommende Spaziergänger und Besucher des Wasserwerkes ganz einfach selbst Leitungswasser zapfen.

Da der Trinkwasserbrunnen den vergangenen Winter nicht unbeschadet überstanden hat, muss er komplett restauriert werden. Hierfür wurde durch den Denkmalschutz nun die Genehmigung erteilt, so dass die Instandsetzungsmaßnahmen beginnen können. Denn nicht nur das Wasserwerk, sondern auch der Trinkbrunnen selbst sowie die gesamte umliegende Zaunanlage stehen unter Denkmalschutz. „Arbeiten wie diese müssen eng mit der Denkmalschutzbehörde sowie spezialisierten Fachfirmen, die sich mit den vorgeschriebenen Werkstoffen auskennen, durchgeführt werden“, erklärt Wolfgang Hausen, Prokurist der EWR Netz GmbH. „Die Restaurierung ist daher im Vergleich zu anderen Baumaßnahmen deutlich aufwendiger und komplizierter.“

Details noch im Original erhalten

Das im Landhausstil errichtete Wasserwerk in Bürstadt wurde im Oktober 1905 mit insgesamt 30 Flachbrunnen in Betrieb genommen. Viele der liebevollen Details wie die Fachwerkgiebel sind heute noch im Original erhalten. Anfang der 1980er Jahre wurden die Flachbrunnen zur Wasserförderung durch ergiebigere Tiefbrunnen ersetzt. Insgesamt acht Stück sind dort derzeit in Betrieb und versorgen etwa 130 000 Einwohner in Worms, Lampertheim und Bürstadt mit rund siebeneinhalb Millionen Kubikmetern Wasser pro Jahr.

Der Trinkwasserbrunnen steht im Zeichen der Nachhaltigkeit, einer der zentralen Unternehmenswerte von EWR. Ganz im Sinne der Initiative „Refill Deutschland“, an der sich EWR seit Mai 2018 beteiligt, wird Müll vermieden und die Umwelt entlastet, wenn Leitungswasser aus dem Trinkwasserbrunnen in eigene Wasserflaschen eingefüllt wird. „Auch deshalb wollen wir den insbesondere bei Wanderern sehr beliebten Trinkwasserbrunnen trotz des hohen Aufwands restaurieren und bitten um Verständnis für die vergleichsweise längere Instandsetzungsmaßnahme“, sagt Hausen. red

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