Bürstadt

Kulturbeirat „Die Magier“ sorgen bei ihrem Auftritt in Bürstadt für großes Staunen beim Publikum

Die perfekte Täuschung

Archivartikel

Bürstadt.Einen im wahrsten Sinne des Wortes zauberhaften Abend verbrachten 150 Besucher am Donnerstagabend im Bürstädter Bürgerhaus. „Die Magier“ waren auf Einladung des Kulturbeirats zu Gast und präsentierten ihr neues Programm „Die Magier 2.0“. Mit Moderator Christopher Köhler, Mentalist Lars Ruth und Sam Cole gaben gleich drei Männer eine Kostprobe ihres Könnens, wobei Cole zusätzlich in die Rolle des maskierten „Swann“ schlüpfte. Ebenso eher ungewöhnlich, dass es eine Verquickung von Zauberei und Comedy gab, denn nicht alle Tricks waren wirklich ernst gemeint.

Den Anfang machte Köhler, der wortgewandt und gut gelaunt durch den Abend führte. Er kündigte an: „Wir werden Ihnen heute zeigen, wie vielfältig Zauberei sein kann.“ Doch bei ihm schien das nicht so zu funktionieren. Das scheinbare Erraten von Geldscheinnummern klappte genauso wenig wie der ein oder andere Kartentrick. Aber das hatte er nicht anders geplant, und die offensichtliche Vortäuschung übersinnlicher Fähigkeiten erfüllte ihren Zweck, das Lachen im Saal war unüberhörbar. Ihm kam offensichtlich die Rolle des Entertainers zu, und diesen Part erfüllte er sehr überzeugend.

Ihm folgte Sam Cole. Er zauberte Dinge hervor oder ließ sie verschwinden, verblüffte mit schwebenden Gegenständen. Seine Darbietung war von Musik begleitet, wobei er sein tänzerisches Vermögen zeigte, nur eines tat er nicht: sprechen. Ein konstantes Element der Show war die Einbeziehung des Publikums. Zuschauer testeten, ob Behältnisse wirklich leer sind, assistierten bei Kunststücken oder ließen ihre Gedanken lesen. Für Letzteres zeichnete Ruth verantwortlich. Eine Frau versetzte er mittels Hypnose in die frühe Kindheit zurück – sie konnte plötzlich nicht mehr lesen.

Drei weiteren Probanden gab er die Aufgabe, sich geometrische Figuren, Städte oder Länder und gar die PIN-Nummer einer Bankkarte vorzustellen, damit er ihre Gedanken erraten könne. Er schaffte dieses Kunststück ausnahmslos. Angenehm war, dass keiner der Mitmachenden der Lächerlichkeit preisgegeben wurde.

Schwebende Kerzen

Als Maskenmann „Swann“ auftrat, brachte er mit Hilfe zweier Zuschauer und der Kraft seiner Gedanken ein Glas in einer durchsichtigen Box zum Zerspringen. Als er brennende Kerzen über die Bühne schweben ließ, waren weder Netz noch doppelter Boden zu erkennen. Die perfekte Illusion. Die Interaktion mit dem Publikum blieb bis zum Schluss und gipfelte in einem Experiment Köhlers, bei dem sämtliche Besucher eingebunden waren. Jeder hatte vier Spielkarten auf seinem Sitz vorgefunden. Die Karten wurden auseinandergerissen, mehrfach mit Nachbarn getauscht und durchmischt. Als alle bis auf zwei Hälften durch die Luft geflogen waren, sollte jeder die zwei passenden Hälften einer Karte in Händen halten. Bei den meisten haute das hin, was Erstaunen hervorrief und in einen großen Beifall mündete.

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