Bürstadt

Handel & Wandel Biotop neben dem Indoorspielplatz noch nicht wiederhergestellt / Betreiber will Teich auf Nachbargelände anlegen

Dschungelcamp baut Wasserspielplatz

Bürstadt.Viel Erde wird derzeit vor der ehemaligen Tennishalle in Bürstadt bewegt, wo seit Juli der Indoorspielplatz Dschungelcamp zu finden ist. Bis in vier Wochen will Betreiber René Spindler den umgestalteten Außenbereich eröffnen: „Wir legen auf 700 Quadratmetern einen Wasserspielplatz mit großer Rutsche und Düsen an.“ Er will noch Sand aufschütten, Rollrasen verlegen, Palmen pflanzen und Sonnenliegen aufstellen. Auch einen kleinen Biergarten mit Grill soll es geben. „Das ist für die Sommermonate gedacht“, sagt Spindler.

Das Biotop für Amphibien hat er dort allerdings nicht vorgesehen – auch auf dem übrigen Gelände bisher nicht. Die Untere Naturschutzbehörde verlangt jedoch, dass er dieses wieder herstellt – unter Androhung von Zwangsgeld. Denn Spindler hatte den Teich im Herbst mit Schotter gefüllt. „Ich habe das nicht als Biotop erkannt. Nach der langen Hitze war es einfach nur ein trockenes Loch. Dort hat kein einziges Tier gelebt“, betont er erneut. An der Stelle seien Parkplätze entstanden.

Spindler will den Amphibienteich am liebsten an anderer Stelle realisieren, und zwar auf dem Nachbargrundstück. Das jedoch gehört der Stadt. „Leider verkauft die Stadt es mir nicht“, bedauert der Betreiber. Er würde es auch pachten und hofft, dass es noch zu einer Einigung kommt. „Ich wollte das Biotop doppelt so groß anlegen und Sitzbänke aufstellen.“ Zudem hätte er es aus Sicherheitsgründen umzäunt.

Ärger mit dem Kreisbauamt

Ärger hatte es im Herbst nicht nur wegen des verschwundenen Biotops gegeben, sondern auch weil Spindler zu Halloween neben der Halle ein 2000 Quadratmeter großes Horrorcamp aufgebaut hatte. Das Kreisbauamt hatte ihm dies untersagt, weil es sich vor allem an Erwachsene gerichtet hatte. Spindler liege laut Kreis allerdings nur eine Genehmigung für das Betreiben eines Kinderlands in der Halle vor.

Spindler lässt sich derweil nicht beirren: Mit dem Betrieb des Indoorspielplatzes und der Besucherzahl sei er „sehr zufrieden“, betont der Wormser. In den heißen Monaten wolle er mit der sommerlichen Außenanlage auch weiterhin viele Besucher anlocken. cos

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