Bürstadt

Natur Vogelfreunde Bürstadt auf jährlicher Waldbegehung

Ende einer langen Tradition

Archivartikel

Bürstadt.Es hat Tradition: Früh am Morgen trafen sich die Vogelfreunde Bürstadt zu ihrer jährlichen Waldbegehung im Bürstädter Wald. Neben Mitgliedern und interessierten Bürgern begrüßte Reiner Wilhelm, Vorsitzender des Vereins der Vogelfreunde Bürstadt, Vertreter des NABU, der politischen Gremien aus Bürstadt, Förster Armin Stoll und erstmals auch den Umweltdezernenten des Kreises Bergstraße, den Kreisbeigeordneten Karsten Krug.

Gemeinsam machten sich die Vogel- und Umweltfreunde auf den Weg in den Wald zum Vogelschutzgebiet. Bei einer künstlich angelegten Wasserstelle informierte der Vogelobmann des Vereins, Heinz Eisenhauer, über den aktuellen Bestand an Vögeln und zeigte den Teilnehmern auch einige Larven aus der Wasserstelle. Förster Stoll ging im Rahmen seiner Ausführungen auf aktuelle Themen ein. So informierte er unter anderem über die drohende afrikanische Schweinepest und die damit verbundene Bejagung des Schwarzwilds durch Hessen-Forst. Auch über anstehende Arbeiten im Revier informierte der Förster detailliert und ausführlich. Im Beisein der Gruppe wurden dann auch zwei Bäume des Jahres, Esskastanien, im Umfeld der Wasserstelle gesetzt.

Mangelnder Nachwuchs

Leider, so die Vertreter des Vereins der Vogelfreunde Bürstadt, dürfte diese Waldbegehung die letzte ihrer Art sein. Nach über zwei Jahrzehnten strebt der Verein aufgrund mangelnden Nachwuchses eine Übergabe der Verantwortlichkeiten zur Betreuung des Vogelschutzgebietes an den NABU an. Kreisbeigeordneter Krug bedankte sich bei dem Verein für sein langjähriges Engagement zur Betreuung des Vogelschutzgebiets im Sinne des Natur- und Umweltschutzes. „Mein Dank gilt allen Mitgliedern und ehrenamtlichen Helfern, die sich hier über Jahrzehnte für den Vogelschutz eingesetzt und zahlreiche Stunden im Wald verbracht haben“.

Er informierte weiter über aktuelle Themen auf der Kreisebene wie die afrikanische Schweinepest oder die Grundwasserhaltung und den aktuellen Leitbildprozess zur Wasserversorgung in Hessen. „Mit der Rheinwasserinfiltration wurde für das hessische Ried ein Instrument eingeführt und umgesetzt, das sicherlich streitbar ist, aber auch seine Vorteile für Natur und Umwelt hat. Hier gilt es, sich bis auf Weiteres an die veränderten Rahmenbedingungen anzupassen“, so der Umweltdezernent mit Blick auf die künftige Grundwasserhaltung und deren Auswirkungen auf die Natur und Umwelt sowie die Siedlungswirtschaft. red

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