Bürstadt

Engagement bemerkenswert

Archivartikel

Martin Schulte zur Aktivität der Kästner-Schule

Die Medien und das Netz widmen sich aktuell in aller Breite dem Thema Impfen. Die Frage der Verpflichtung durch den Staat, sich gegen Masern impfen zu lassen, wird öffentlichkeitswirksam und teils heftig diskutiert. Es ist allerdings kaum davon auszugehen, dass sich Schüler der Jahrgangsstufe neun mit großer Intensität für diese Debatte interessieren – wenn überhaupt. Jugendliche im Alter von 14, 15 Jahren haben naturgemäß andere Lebenswelten. Gesundheitliche Risiken durch unbekannte Erreger bleiben da abstrakt.

Und deshalb ist es außerordentlich lobenswert, dass die Erich Kästner-Schule in Bürstadt diese (lebens-) wichtige Thematik direkt vor ihren Schülern ausbreitet. Workshops wie der am Dienstag sind kein Frontalunterricht, da bleibt etwas hängen. Fürs eigene Leben. Und für die Motivation der Eltern und Geschwister zu Hause, für den Freundeskreis, mal das Impfbuch checken zu lassen.

Dass das Gesundheitsamt und die Gesundheitsdezernentin des Kreises sich für die Prävention, also fürs Impfen einsetzen, ist nicht mehr als recht. Es ist ihr Auftrag. Dass aber Lehrerinnen die Dinge auch selbst in die Hand nehmen, wie in Bürstadt, ist bemerkenswert. Genauso wie die Bereitschaft der Ärzte, sich trotz voller Wartezimmer in den dortigen Gesundheitsnetzwerken zu engagieren.

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