Bürstadt

Kulturbeirat Vorsitzender Walter Wiedemann berichtet über eine im Corona-Jahr durcheinandergewirbelte Saison / Programm für 2021 steht

Etat reicht trotz Pandemie aus

Bürstadt.„Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen“, sagt Walter Wiedemann, Vorsitzender des Bürstädter Kulturbeirats, als er auf das Corona-Jahr 2020 zurückblickt. Denn weitere Veranstaltungen hat das Gremium nicht mehr in Planung, nachdem die Vorstellung des Ersten Babenhäuser Pfarrerkabaretts im November nicht stattfinden konnte. „Diese Veranstaltung muss komplett entfallen. Die Eintrittskarten können zurückgegeben werden“, erklärt Vanessa Holz, die die Angelegenheiten des Kulturbeirats innerhalb der Bürstädter Verwaltung betreut.

Bedingt durch die Pandemie hat der Kulturbeirat seine Saison erst am 20. August eröffnet – mit dem Kabarettisten Stephan Bauer. 60 Karten waren für dieses Gastspiel verkauft worden, rund 40 Besucher kamen tatsächlich. „Stephan Bauer wollte unbedingt spielen. Und wir wollten ein Zeichen setzen, dass wir noch da sind“, berichtet Wiedemann.

Bis zu 160 Gäste hätte der Kulturbeirat bei den Vorstellungen im August, September und Oktober begrüßen dürfen. Für Lizzy Aumeier wurden 138 Tickets verkauft. Zum Gastspiel von Markus Maria Profitlich erwartete der Kulturbeirat 116 Besucher. Für Rolf Miller hatte man 144 Karten unter die Leute gebracht. Zu Heinrich del Core wollten 63 Zuschauer. Und die große Überraschung war der Comedian Tutti Tran, für den der Kulturbeirat 154 Tickets absetzte. „Mit ihm laufen auch bereits Verhandlungen für ein weiteres Gastspiel“, verrät Wiedemann. Die wirklichen Zuschauerzahlen blieben in der Regel ein wenig hinter den Verkaufszahlen zurück, da die meisten Tickets bereits vor Corona erworben worden waren und der eine oder die andere dann doch zu Hause blieb. „Rückgaben hatten wir nur vereinzelt“, berichtet Wiedemann. Er geht davon aus, dass der Kulturbeirat zwar ein Defizit einfahren werde, den im Haushalt zuerkannten Rahmen von bis zu 40 000 Euro einschließlich der Verwaltungsleistungen aber nicht ausschöpfen müsse.

Das Programm für 2021 ist nun eine Mischung aus verschobenen Veranstaltungen, Klassikern und Newcomern. Bereits für 2020 geplant war das Doppelgastspiel von Badesalz, mit dem die Saison am 11. und 12. März eröffnet werden soll. Die Gastspiele von Daphne de Luxe und Gerd Dudenhöffer waren ebenfalls schon für 2020 geplant. Zu den Stammgästen in Bürstadt gehört der Komiker Martin „Maddin“ Schneider, der mit seinem Programm „Denke macht Koppweh!“ eingeplant ist. Courage-Ordensträger Lars Reichow hat sich mit dem Programm „Ich“ angesagt. Bundesweit bekannt ist der Komiker Bernhard Hoëcker. Zurück im Bürgerhaus sind die Magier, die mit ihrem dritten Programm gastieren wollen. Auch Mundstuhl ist ein Dauerbrenner in Bürstadt

Barbara Ruscher und der Heppenheimer Frederic Hormuth sollen im Ratskeller auftreten. Wiedemann, der im kommenden Frühjahr nach der Kommunalwahl sein Amt als Vorsitzender des Kulturbeirats abgeben wird, freut sich besonders auf den Kabarettisten Bernd Stelter und die Komikerin und Sängerin Mirja Boes, die mit den Honkey Donkeys gleich noch musikalische Begleitung mitbringt. Er ist sich sicher, dass er für diese Veranstaltungen Tickets kaufen wird – auch wenn er kein Vorsitzender mehr ist. Mehr Musik ist ohnehin ein Wunsch der Kulturbeirats-Mitglieder, den sie, wenn wieder Stehplätze möglich sind, erfüllen wollen.

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