Bürstadt

Theater Neues Stück der Bürstädter Sainäwwel feiert am 6. April Premiere / Restkarten für die Saison in der Bücherei St. Michael

Feilen an den letzten Feinheiten

Archivartikel

Riedrode.Ein Minister namens Harry Stockmann aus Berlin, der eigentlich aus Bürstadt stammt, hat im „Sunneeck“ sein Wochenendhaus. Er hat eine Frau, eine Tochter, einen Butler und auch eine Nachbarin. Jeder der Beteiligten freut sich auf ein sturmfreies Wochenende. Doch damit nicht genug. Plötzlich kommt es auch noch zu geheimdienstlichen Verwicklungen.

Darum geht es im neuen Stück der Bürstädter Sainäwwel mit dem Titel „Operation Sunneeck“. Der „Südhessen Morgen“ war kurz vor der ersten Aufführung zum Seniorennachmittag am 5. April bei den Proben dabei und sprach mit den Verantwortlichen.

„Das Stück stammt von Michael Parker, einem englischen Autor, der in Amerika lebt. Von ihm war auch unser Stück aus dem Vorjahr“, berichtet Gabi Schäfer-Bauer, Vorsitzende der Truppe. Sie spielt in diesem Jahr die Nachbarin Lilly Huy und sie verrät noch ein bisschen mehr. Es werden neun Leute auf der Bühne im Riedroder Bürgerhaus stehen, auf der längst alles eingerichtet ist. Ein paar Feinheiten müssen allerdings noch geklärt werden.

„Da ist zum Beispiel der Spiegel, der wichtig ist für das Stück. Vom Publikum aus kann man in ihm ein wenig von der Kulisse sehen, was nicht so ideal ist. Vielleicht verschieben wir den Spiegel noch“, überlegt sie. Die Türen, es gibt fünf davon, gehen alle zur Bühne hin auf. Das sei eine große Umstellung für die Schauspieler, da sie ja eher die andere Richtung gewohnt seien. Damit kein Zuschauer hineinschauen kann, sind eigens Trennwände geschaffen worden, die den direkten Blick ins Hintere der Bühne verdecken.

Das Stück ist von Markus Winkler und anderen ins Bäschdädderisch umgeschrieben worden. „Wir lachen viel bei den Proben. Das Stück lebt so richtig von der Mimik und das geht erst, wenn der Text richtig sitzt und man nicht mehr so am Skript klebt“, erzählt Gabi Schäfer-Bauer. Es sei ein sehr anspruchsvolles Stück, das nicht einfach zu spielen ist. Es gibt wieder drei Akte, wobei der erste etwas länger ist. Für die Kostüme ist jeder Schauspieler selbst verantwortlich. Die Kleidung soll allerdings kräftige Farben haben, denn die Scheinwerfer schlucken sehr viel.

Publikumsliebling Irene Kruschinski ist wieder auf der Bühne dabei – dieses Mal als Ellie Stockmann, Ehefrau des Ministers.„Es ist eine kleinere Rolle, damit ich mich wieder eingewöhnen kann. Ich trete im ersten und im dritten Akt auf. Aber ich hab schon das Beste draus gemacht mit meinem Temperament“, verrät sie mit einem breiten Schmunzeln.

Als Souffleuse fungieren dieses Mal Doris Tannenberger und Eleonore Röchner. Regie führt immer jemand, der gerade nicht oben steht und probt. „Eine Videoprobe haben wir bei diesem Stück nicht gemacht. Dafür hat die Zeit einfach nicht gereicht“, erklärt Gabi Schäfer-Bauer.

Seit Januar proben die Sainäwwel zweimal wöchentlich. In der Woche vor Ostern gab es jeden Abend eine Probe, so kurz vor der Premiere, die am Freitag, 6. April, 20 Uhr, stattfindet. Sie ist nur für geladene Gäste. Am Tag davor findet die Seniorenvorstellung statt, die sozusagen eine „Generalprobe“ vor Publikum ist. Insgesamt stehen die Sainäwwel 13 Mal auf der Bühne des Riedroder Bürgerhauses.

Für ein paar Vorstellungen sind noch Restkarten zu haben. Sie sind erhältlich in der Bücherei St. Michael, deren Öffnungszeiten der Mundarttruppe besser ins Konzept passen. „So können auch Leute, die spät von der Arbeit kommen, noch problemlos an Karten kommen“, meinte Gabi Schäfer-Bauer. Die Bücherei ist dienstags von 16 bis 18 Uhr, donnerstags von 16 bis 19 Uhr, freitags von 10 bis 12 Uhr und sonntags von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Telefonnummer ist 06206/1 30 94 09.

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