Bürstadt

Ferienspiele Jungen und Mädchen genießen Zusammentreffen mit Vierbeinern / Herzliche Zuneigung auf beiden Seiten

Feuchte Küsse fürs Frauchen

Archivartikel

Bürstadt.Traurig schaute ein Jagdhund aus seinem Käfig. Auch wenn seine Bleibe einer Luxusunterkunft für Hunde ähnelte, weinte er laut und vernehmlich nach seinem Frauchen und seinem Dobermann-Kumpel. Doch die beiden tollten an diesem Sommertag mit sichtlichem Vergnügen über die Wiese beim Hundeverein Favorit in der Lorscher Straße. Dorthin hatten die Organisatoren um Vorsitzenden Rudi Killmaier die Ferienspielkinder geladen.

Acht Betreuer kümmerten sich um zwölf Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren. „Sitz. Platz. Bleib.“ Immer neue Kommandos hörte man eine kleine Hundetrainerin ihrer Spielpartnerin zurufen. Brav befolgte Schäferhündin Stella die Anweisungen. Schließlich kennt sich die Hundedame aus und war schon oft bei den Ferienspielen mit von der Partie.

Immer perfekt bei Fuß

Ein Stück entfernt wurden Tennisbälle möglichst weit weggeworfen. Wie der Blitz sauste Finn hinterher, nahm den Ball mit der Schnauze auf und brachte ihn zurück zur Werferin. Dass er dafür mit einem Leckerli belohnt wurde, wusste der schlaue Vierbeiner ganz genau. Auch Bea und Pike ließen sich nur zu gerne von der Kinderschar verwöhnen: Es gab viele, viele Streicheleinheiten, die Hunde wurden umarmt und geknuddelt.

Dabei machten die Dobermänner, Jagd- und Schäferhunde durchweg eine mehr als gute Figur. Alle als Begleithunde ausgebildet, liefen sie perfekt bei Fuß, und legten sich auf Kommando ab. Immer hatten die Tiere dabei ihre Herrchen oder Frauchen im Blick. Bei Gelegenheit verteilten sie aber auch gerne feuchte Küsse.

„Wir haben in diesem Jahr perfektes Wetter erwischt“, freute sich Killmaier. Der frische Sommertag lud zum Spielen und Toben ein. Die Betreuer hatten sich noch einiges für die Kinder ausgedacht: Da wurde Boccia gespielt und aus Luftballons wundersame Kronen und Figuren gebastelt. In einer Ecke weiter fielen scheppernd abgeworfene Dosen zu Boden. Wer Durst hatte, wurde bestens von den Gastgebern versorgt. Zum Mittagessen verwöhnten sie ihre Gäste mit heißen Würstchen mit Kartoffelsalat. „Keines der Kinder hat zu Hause einen Hund“, erzählte eine Betreuerin. Doch die ersten Jungen und Mädchen wollten sich gleich schon für das nächste Jahr anmelden.

„Ich liebe Hunde und komme ganz bestimmt wieder“, erklärte eine kleine Besucherin und führte „ihren“ Hund stolz an der Leine über das große Rasenviereck.

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