Bürstadt

Jahreshauptversammlung Verein zählt 44 Mitglieder mehr als im Vorjahr / Zahl der Einsätze sinkt auf 43

Feuerwehr hat starken Rückhalt

Archivartikel

Riedrode.Die Freiwillige Feuerwehr in Riedrode boomt. 29 Kameraden zählt die Einsatzabteilung des kleinen Stadtteils. Im fördernden Feuerwehrverein ist sogar fast jeder dritte Einwohner der 900-Seelen-Gemeinde Mitglied. Eine außergewöhnliche Quote, die nicht zuletzt auf den besonderen Zusammenhalt im Ort zurückgeht. Damit ist die Freiwillige Feuerwehr Sinnbild für gelebte Gemeinschaft in Riedrode.

Verfolgt man die Berichte der Floriansjünger bei der Jahreshauptversammlung in der Feuerwache, kommt man nicht umhin zu glauben: Das „Dorfleben“ im östlichen Stadtteil scheint zu funktionieren. Die Brandschützer stehen ehrenamtlich zum Schutze der Bevölkerung ein, das erkennen die Bürger wiederum mit einer Mitgliedschaft an. 255 Mitglieder zählt der Förderverein, der die Einsatzabteilung mit Spenden und Tatkraft unterstützt.

Familiärer Geist

Zum Vergleich: Die Freiwillige Feuerwehr in Bürstadt zählt etwa 57 Einsatzkräfte und rund 580 Mitglieder – bei über 15 000 Einwohnern. Dank und Anerkennung für so viel Engagement gab es deshalb auch von der Politik aus der Kernstadt. „Ich bin unglaublich stolz auf die Riedroder Wehr, sie ist super aufgestellt“, sagte Bürgermeisterin Bärbel Schader. Das zeige den familiären Geist, der sowohl im Ort als auch in der Feuerwehr herrsche. Neben der Rathauschefin nahmen auch der Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Eberle, Ursula Cornelius und Ortsvorsteherin Kirstin Garb an der Versammlung teil.

Maßgeblich zum Mitgliederanstieg beigetragen hat aber der Riedroder Fabian Kreiling. In seiner Funktion als Kerwevadder hat er beim feucht-fröhlichen Fest mächtig die Werbetrommel gerührt und mit dafür gesorgt, dass der Verein nun 44 Mitglieder mehr zählt als noch im Vorjahr. Dafür erhielt er in der Versammlung ein Sonderlob – und wurde prompt zum Kassenprüfer ernannt. Bei den Ergänzungswahlen wurden außerdem Gina Ohl zur Pressewartin und Benjamin Eichhorn als Beisitzer gewählt.

Die Erfolgsstory trägt aber auch maßgeblich die Handschrift der Nachwuchsabteilung. Die engagierte Jugendarbeit zeigte bereits jetzt Früchte. Silas Reinig etwa wechselte von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung und übergab bei der Generalversammlung symbolisch seinen Helm. Bei der Truppe von Tobias Helwerth beteiligen sich zwölf Jungen und drei Mädchen. Verstärkung erhalten sie wiederum von den Jüngsten, den „Firekids“. Britta Rennert hat dort acht Floriansjünger unter sich, die vier Abgänge in die Jugendfeuerwehr konnte sie mit drei Neuzugängen gut abfangen.

Viele Aktionen für Nachwuchs

Um die Kinder besonders zu fördern, sind sowohl eine Mitgliedschaft bei den „Firekids“ als auch in der Jugendfeuerwehr kostenfrei. Außerdem sorgen zahlreiche Aktionen auch abseits des Feuerlöschens für den nötigen Zusammenhalt. Ausflüge in Freizeitparks zählen genauso wie Wanderungen oder eine Halloweenparty zum Programm.

So kommt die Riedroder Wehr auf insgesamt 55 Aktive, die rund 2000 Stunden Einsatz- und Übungszeit im vergangenen Jahr abgeleistet haben. Als fleißigste Teilnehmer bei Lehrgängen wurden Daniel Dux, Björn Walter und Marcel Diesch ausgezeichnet.

Dass die Brandschützer mit insgesamt 43 Einsätzen weniger oft gerufen wurden als im Jahr 2018 (64), liegt in den damaligen Starkregenereignissen begründet. Fast die Hälfte der Einsätze ging im Jahr 2019 auf das Konto von Brandmeldeanlagen, sechs Mal war man wegen Unwettern im Einsatz. Dazu kommen neun Hilfseinsätze etwa beim Fastnachts- oder Martinsumzug.

Bei der Jahreshauptversammlung wurden auch Ehrungen vorgenommen. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt: Wolfram Faecke, Dieter Kreiling, Walter Ludwig, Otto Dietzel und Wilfried Fuchs.

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