Bürstadt

Brandschutz Gemeinsame Versammlung der Bürstädter Gruppen in Bobstadt

Feuerwehren extrem gefordert

Bobstadt.Bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Feuerwehren Bürstadt Mitte, Bobstadt und Riedrode, die im Gerätehaus in Bobstadt durchgeführt wurde, berichtete Stadtbrandinspektor Uwe Schwara von einem arbeitsreichen Jahr. Feuer, Kleinbrände, Brandmeldealarme und Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen, Stürmen und Unwettereinsätzen hielten die Ehrenamtlichen in Atem.

Zudem rückten sie zur „nachbarschaftlichen Löschhilfe“ bei einem Flächenbrand an der B 44 zur Unterstützung der Feuerwehr Groß-Rohrheim aus. Das am 11. Juni über das Stadtgebiet gehende Unwetter war ebenfalls eine ganz besondere Herausforderung. 140 Einsatzstellen mussten, mit Unterstützung der Feuerwehren Biblis-Wattenheim, Bensheim und dem THW Bensheim, abgearbeitet werden. Schwaras Dank galt all denen, die bis tief in die Nacht hinein gearbeitet hatten.

Bei den Einsätzen konnten 20 Personen gerettet werden. 19 waren verletzt und für zwei weitere Personen kam jede Hilfe zu spät. Insgesamt leisteten die 112 Aktiven 3999 Arbeitsstunden. Zudem waren sie bei verschiedenen Veranstaltungen mit 22 Brandsicherheitsdiensten vertreten. Dafür wurden zum Schutz der Bevölkerung weitere 389 Stunden abgeleistet.

Konstant geblieben ist die Mannschaftsstärke. Zudem nutzen die meisten 60-jährigen die gesetzlich definierte Möglichkeit, ihre Dienstzeit bis zum 65. Lebensjahr zu verlängern. „Trotzdem ist festzustellen, dass die personelle Entwicklung allgemein und insbesondere bei der Tageseinsatzstärke zurückgeht“, machte Schwara deutlich.

Insgesamt sind bei den Jugendfeuerwehrabteilungen 37 Jugendliche tätig. In den Kinderfeuerwehren tummeln sich 51 Kinder. Dazu unterstützen 36 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilungen die Kameraden. In der Spielgemeinschaft des Spielmanns- und Fanfarenzuges gehen 60 Musiker ihrem Hobby nach. Neben 34 Gesamtproben gab es Aus- und Fortbildung und 69 Auftritte, wie dessen Leiter Erik Minnder berichtete. „Somit kommen wir auf die stolze Summe von insgesamt 296 Personen“, erklärte Schwara.

Neben Übungen, Unterricht und Begehungen wurde eine gemeinsame Inspektionsübung durchgeführt. Mit dabei war auch das DRK-Team aus Bürstadt. Auch die Messeinheit West Kreis Bergstraße, die mit 18 Einsatzkräften aus dem Stadtgebiet ausgestattet ist, wurde insgesamt sieben Mal alarmiert.

Neben Lehrgängen auf Kreis- und Landesebene betrieben die Ehrenamtlichen Brandschutzerziehung und Aufklärung. Auch die Atemschutzübungsanlage, in der im Berichtsjahr 1037 Begehungen durchgeführt wurden, wird von Kameraden der Bürstädter Wehr betreut.

Ans Limit kommen die Gerätewarte und Zeugwarte. Ständige Mehranforderungen hinsichtlich Prüfung, Reinigung, Desinfektion, Wartung und Dokumentation bringen die Verantwortlichen „an die Grenze des Leistbaren“, stellte Uwe Schwara fest.

Beschaffungen verzögern sich

Auch bei den Ausschreibungen zu Neubeschaffungen wünscht sich der Stadtbrandinspektor zukünftig mehr Hilfe von Kreis und Land. Zudem verzögern sich Neuanschaffungen, weil sich keine Lieferanten finden konnten. Die Umbau- und Sanierungsarbeiten in der Feuerwache Bürstadt sind abgeschlossen. In naher Zukunft steht die Dachsanierung an und auch das Außengelände muss neu gestaltet werden.

Neben Bürgermeisterin Bärbel Schader und Stadtverordnetenvorsteher Ewald Stumpf dankte Kreisbrandmeister Volker Steiger den Aktiven und wies darauf hin, dass „Lehrgangsbesuche Garanten für qualifizierte Brandschützer“ seien. Aber auch das Engagement der Stadt für die Wehren ließ er nicht unerwähnt.

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