Bürstadt

Soziales Spendenübergabe beim Internationalen Adventscafé / Kirchengemeinden und HCV überreichen 550 Euro für neues Projekt

Förderzentrum ins Leben gerufen

Bürstadt.Das vom Bürstädter Netzwerk Asyl ausgerichtete Internationale Adventscafé bot gleich mehrfach Grund zur Freude. So war der große Saal des Gemeindezentrums St. Michael gut gefüllt. Zahlreiche Menschen verschiedener Nationen fanden dort zusammen. Viele von ihnen waren mit ihren Kindern zur Feier gekommen.

Nach der kurzen Eröffnung durch Pfarrer Peter Kern ging man direkt zum geselligen Teil über und erfreuten sich an Kaffee und Kuchen. Doch ging es an diesem Tag nicht nur um das gemütliche Beisammensein. Kern ergriff erneut das Wort und bat die Pfarrerin der evangelischen Gemeinde, Johanna Gotzmann, den Integrationsbeauftragten der Stadt Bürstadt, Jürgen Knödler, und Patrick Brenner, den Präsidenten des Heimat- und Carnevalvereins Bürstadt, zu sich. Die nun folgende Übergabe eines Spendenschecks wurde ermöglicht durch die Großzügigkeit, die Besucher des ökumenischen Kerwegottesdienstes im September gezeigt hatten.

Die Kollekte rundeten der HCV sowie die evangelische und die katholischen Gemeinden auf die Summe von 550 Euro auf, die an Knödler übergeben wurden. Der Integrationsbeauftragte bedankte sich und informierte über ein neues soziales Projekt, für das die Zuwendung gedacht ist: „Das Interkulturelle Büro wird ein Lese- und Förderzentrum ins Leben rufen, das die Aufgabe hat, den Spracherwerb von Kindern und Jugendlichen zu unterstützen.“ Start soll noch im Dezember sein, zunächst mit einer maximal zehnköpfigen Gruppe von sechs- bis zehnjährigen Kindern. In den kommenden Monaten möchte Knödler eine zweite Gruppe für Jugendliche gründen. Unterrichten werden angehende Lehrer des Faches Deutsch als Zweitsprache.

„Die Kinder wählen wir nach Bedürftigkeit aus. Ziel ist es, die deutsche Sprache in Wort und Schrift zu vermitteln und auf diesem Weg nicht nur schulisches Weiterkommen, sondern auch Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.“ Dabei wird die Gruppe, deren Sitz in der alten Schillerschule sein wird, auch die Bücherei St. Michael besuchen. „Da Lehrbüchern eine entscheidende Rolle zukommt, möchten wir die Spende für Spezialliteratur investieren“, sagte Knödler klar. Interessierte Eltern können sich ab sofort im Interkulturellen Büro mittwochs zwischen 15 und 17 Uhr melden. jkl

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