Bürstadt

Fotoclub Bürstadt Ausstellung führt in eisige Gegenden und lockt mit atemberaubenden Darstellungen

Fotografen zeigen ihre besten Aufnahmen

Archivartikel

Bürstadt.Überall sind sie dabei: Mit Handy- und Kompaktkameras versuchen viele Menschen, jederzeit besondere Momente im Bild festzuhalten. Überall werden Kameras gezückt. Selbst auf dem Mond wurden zwölf Fotoapparate von Astronauten zurückgelassen. Das zumindest hatte Frank Gumbel, Kulturpreisträger der Stadt, in seiner Laudatio zur Eröffnung der mittlerweile achten Ausstellung des Fotoclubs Bürstadt recherchiert.

Im Vereinsheim des MGV Harmonie in der Waldgartenstraße zeigten sechs des aus 19 Mitgliedern bestehenden Vereins etwa 50 unterschiedlichste Aufnahmen zu den heraufordernden Themen „Heiß und Eis“ und „Uhr-Zeit und Schmuck“. Dabei überzeugten sie nicht nur mit technischer Brillanz, sondern komponierten mit unterschiedlichen Techniken und Bildbearbeitungsprogrammen wahre Wunderwelten der Fotografie.

Grandiose Landschaften

Nicht selten steigerten sie damit die Intensität einer Aufnahme und ließen doch viel Spielraum für neue, eigene Interpretationen. So nahm Ingrid Kühlmann die Betrachter mit auf ihre Reise nach Island. Dort fing sie grandiose Landschaften ein, hielt beeindruckende Gletscherlagunen fest und ließ Eisblöcke auf dem Sand wie Diamanten glitzern.

Gunther Hapke veränderte seine dokumentarischen Fotografien mit Photoshop. Er komponierte eine riesige Eistüte zu einem Kindertraum. Heiß und kalt war sein Tee im Eis. Dabei wurde eine Teekanne elektronisch geöffnet, mit Eiswürfeln und Wasser versehen und auf einen Grill gestellt.

Auch die Unikate von Stefan Steinbach sind nicht spontan oder zufällig entstanden. Mit seinen zehn Aufnahmen, die sich in drei Bereiche einteilen ließen, nahm er sich erfolgreich dem Thema Uhren in verschiedenen Variationen an.

Zudem gelang es Stefan Steinbach, Eis in verschiedenen Erscheinungsformen – als gefrorenes Wasser oder Speiseeis – in Szene zu setzen. Augenzwinkernd kredenzte er Speiseeis in einem Damenschuh, ließ eine Flamme in einem Eiswürfel brennen. Und er „verpackte“ eine Kamera in eine von der Natur hervorgezauberten eiskalten Umhüllung.

Von Foto-Exkursionen und Reisen berichteten die Fotografien von Helmut Deckenbach. Ihm gelang mit seiner Makroaufnahme eines glitzernden Eiszapfens im Abendrot oder großflächigen Aufnahmen von gefrorenen Wiesenflächen atemberaubende Darstellungen.

Neben den Ausstellungsbesuchern, die unter den gezeigten Werken ihre Favoriten wählen durften, war auch die Bürstädter Bürgermeisterin Bärbel Schader. Sie lobte die Künstler und freute sich darüber, dass der Fotoclub ein wichtiges Puzzleteil der bunten Vielfalt sei, die es in Bürstadt gebe. „Sie nutzen die Chancen, und wir sind froh, dass es sie gibt“, sagte Schader zu den Vereinsmitgliedern.

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