Bürstadt

GV Frohsinn Seit 125 Jahren fester Bestandteil des Bibliser Gemeindelebens / Gründung des Frauenchors wichtig für Vereinszukunft

Freude am Gesang verbindet

Biblis.„Das Geheimnis des GV Frohsinn: großes Engagement der Akteure, langjährige Kontinuität bei Dirigenten und Vorstandsmitgliedern, Geselligkeit und Harmonie“, brachte es der Bibliser Bürgermeister Felix Kusicka bei der Matinee zum 125. Jubiläum des GV Frohsinn sowie 30 Jahre Frauenchor auf den Punkt. Die Sänger und Sängerinnen, Dirigent Herbert Ritzert und die beiden Vorsitzenden Inge Gölz und Hans Seibert versprühten freudige Begeisterung und zeigten bei der Feier und den Auftritten, was den Frohsinn so besonders macht.

Die Besucher wurden von einer liebevollen Dekoration mit Herzen, Papierrosen und weißen Geigen eingestimmt. An den Stellwänden waren historische Bilder, aber auch Fotos aus der neueren Zeit zu sehen. Ebenso fanden sich ringsum an den Wänden des großen Saals im Bürgerzentrum alte Konzertplakate zur Ansicht.

Dank an die Mitglieder

„Ganz wichtig seid ihr: unsere aktiven und fördernden Mitglieder. Ihr gebt dem Verein ein Gesicht und prägt ihn durch euer Engagement“, sagte Inge Gölz. Gemeinsam mit Hans Seibert und Karlheinz Kleinmeier ließ sie die vergangenen 125 Jahre des Vereins Revue passieren. Und sie stellte das große Wirken von Markus Wachtel hervor, der 36 Jahre lange den Frohsinn als Vorsitzender leitete. Ebenso das von Werner Stöckel, der 35 Jahre als Dirigent beim Frohsinn tätig war. Die Frohsinn-Vorsitzenden, Sängerkreis-Vorsitzender Heinz Ritsert und Bürgermeister Felix Kusicka lobten den Schritt hin zur Gründung eines Frauenchors vor 30 Jahren als fortschrittlicher Wegweiser für die Vereinszukunft.

„Die Männer können glücklich darüber sein, dass sie uns Frauen seit nunmehr 30 Jahren in ihren Reihen haben“, sagte Inge Gölz lächelnd. Es sei 1989 wie ein „Mauerfall in Biblis“ gewesen, meinte dazu Kusicka. Die Frauen wurden nicht einfach an den Verein angegliedert, sondern zu gleichwertigen Akteuren.

Sicherlich sei das damals nicht so leicht gewesen, wie es sich nun anhört, sinnierte Ritsert. Da gab es bestimmt einige Männer, die dies weniger euphorisch sahen. Doch die Entscheidung zur Gründung eines Frauenchors gehöre mit Blick auf heute zu den wohl wichtigsten Entscheidungen in der Vereinsgeschichte.

Urkunden überreicht

„Sie haben auf jeden Fall alle sehr viel Spaß am Singen, das sieht und spürt man“, lobte Heike Steinmetz, Vizepräsidentin des Hessischen Sängerbundes. Sie überreichte dem GV Frohsinn vom Hessischen Sängerbund sowie vom Deutschen Chor Verband jeweils eine Urkunde zum 125. Jubiläum. Als Jubiläumsgabe kann sich der GV Frohsinn einen kompletten Chorsatz aussuchen.

„Ein solches Jubiläum und 30 Jahre Frauenchor sind eine Gemeinschaftsleitung“, betonte Heinz Ritsert vom Sängerkreis. Gerade in der heutigen Zeit würden Chöre auf ein verändertes Umfeld treffen, müssten sich anpassen, um den Fortbestand zu sichern. Doch über all dem stehe immer die Musik. Der Gesang sei ein wichtiger Bestandteil des Lebens und der Gemeinschaft, führte er an. Ritsert überreichte die Kreismedaille in Gold.

Für den aktuellen Dirigenten des Frohsinns, Herbert Ritzert, gab es vom Verein zum Zehnjährigen eine Auszeichnung. Landrat Christian Engelhardt verriet, dass er selbst mal im Kirchchor gesungen habe. „Gesangvereine sind eine große Bewegung in der Gesellschaft.“ Er hob vor allem das ehrenamtliche Engagement und das soziale Potenzial hervor. „Musik verbindet, macht glücklich. Wer in einem Chor mitsingt, ist nicht einsam.

Ihre Begeisterung am Singen würden die Chormitglieder bei Konzerten mit den Zuhörern teilen, so Bürgermeister Kusicka. „Der GV Frohsinn ist ein fester Bestandteil unseres kulturellen Gemeindelebens und nicht mehr wegzudenken.“ Ebenso wie vom Landrat gab es auch von der Gemeinde Biblis eine finanzielle Ehrengabe für die engagierten Sängerinnen und Sänger.

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