Bürstadt

„Für Häuser der bhb gibt es einen viel besseren Platz“

Archivartikel

Zur möglichen Bebauung des Turnvater-Jahn-Platzes in Bürstadt:

Unter dem Turnvater-Jahn-Platz liegen der gesamte Bauschutt und alle Fundamente des früheren Sägewerks Glück, das auch Küfer-Glück genannt wurde. Wenn die Behindertenhilfe Bürstadt (bhb) dort bauen will, müsste der ganze Bauschutt herausgeholt werden. Das ist doch viel zu teuer. Zeitzeugen wie ich können sich noch gut daran erinnern: Das Gelände der heutigen Grünanlage lag früher viel tiefer, denn die Stämme mussten von der Straße zum Sägewerk herunter gerollt werden. Als es nicht mehr gebraucht wurde, wurde der Boden aufgefüllt. Bei knapp 2800 Quadratmeter Grundstück müssten wohl rund 2000 Kubikmeter Bauschutt zur Deponie gebracht werden. So wurde schon vor 2000 Jahren im alten Rom verfahren: abgerissen, verfüllt, zugedeckt und beackert. Genauso wurden auch im Krieg die Bombentrichter im Feld saniert.

Manche fürchten zudem, dass das Brunnenwasser am Jahn- und Beethoven-Platz belastet sei. Aber es enthält nur recht viel Eisen, das ist nicht gesundheitsschädlich, sondern hinterlässt nur eine rötliche Farbe. Ich habe es selbst schon untersuchen lassen. Wenn der Vorschlag der SPD mit der „essbaren Stadt“ verwirklicht und Gemüse auf dem Jahn-Platz angebaut wird, hätte ich keine Bedenken, davon zu essen.

Die Bürgermeisterin hält es für ihren sozialen Auftrag, der Einrichtung bei der Suche nach einem Grundstück in Bürstadt zu helfen. Sie sagte zudem: „Sollte dieser Standort für Häuser der bhb genutzt werden, bleibt auf jeden Fall viel Grün erhalten.“ Aber: 90 Prozent des Platzes wären dann zugebaut. Zudem gibt es dafür einen viel besseren Platz. Denn es ist bekannt, dass die Stadt das Gelände der früheren Parfümerie in der Nibelungenstraße geschenkt bekommen hat. Dieses Gelände wäre meiner Meinung nach am besten geeignet für den Bau der bhb-Häuser: Es ist zentral gelegen und Ärzte, Apotheken und so weiter sind in direkter Nähe vorhanden. Hier könnten die Stadtoberen – in der Mehrheit die CDU – ihren christlichen und sozialen Auftrag in die Tat umsetzen und diesen Bauplatz der Behindertenhilfe schenken.

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